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Porträt Bratislava: Von Burg und UFO zum schönen Naci und Gaffer Čumil

Unübersehbar auf einer Donau Flusskreuzfahrt: Die Burg hoch über Bratislava (Bild Stieger)

In der Mitte zwischen Wien (65 km) und Budapest (200 km) liegt Bratislava, Hauptstadt der Slowakei. Bratislava liegt wohl nur bei wenigen Städte City Tripps oben auf der To Do Liste. Dabei bietet Bratislava ihren Besucherinnen und Besuchern eine ganze Menge Highlights, angefangen bei den berühmtesten Persönlichkeiten der Stadt, den schönen Ignatius (Naci), dem Soldaten Napoleons und Gaffer Čumil. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören aber natürlich auch das UFO, die Krönungskirche St. Martin und auf einer Donau Flusskreuzfahrt unübersehbar hoch über der Stadt, die Bratislaver Burg.

Bratislava (früher Pressburg) ist die einzige Hauptstadt in der Welt, welche an der Grenze von drei souveränen Staaten liegt – Slowakei, Österreich und Ungarn. Bratislava war 247 Jahre Hauptstadt (1536- 1783) und 267 Jahre Krönungsstadt (1563 – 1830) des Ungarischen Königsreichs, wobei es den größten Aufschwung unter der Regierung von Maria Theresia erlebte, welche in Bratislva im Jahr 1741 als ungarische Königin gekrönt wurde.
Die Bratislavaer Burg wurde zum repräsentativen Königssitz. Nicht nur die Burg, aber auch die neu aufgebauten Adelspalais im Barock- und Rokokostil haben sich in dieser Zeit über das lebhafte politische, soziale und kulturelle Leben gefreut, welches durch die Besuche der damalaigen Musikgrössen wie Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn oder Franz Liszt bereichert wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 begann sich Bratislava als eine moderne europäische Metropole und attraktive Tourismusdestination zu profilieren. Heute ist Bratislava eine junge, moderne, lebendige Stadt mit knapp 500‘000 Einwohnern.

Bratislaver Burg thront 85 Meter über der Donau

Hoch über der Stadt, 85 Meter über der Donau, thront die Bratislaver Burg, ganz klar die Sehenswürdigkeit Nummer 1 der slowakischen Hauptstadt. Das Gelände der Bratislaver Burg erstreckt sich auf einer Fläche so groß wie sieben Fußballplätze. Ihr Gebiet ist mit einer massiven Stadtmauer abgesteckt, die durch vier Eingangstore passierbar ist (Wiener Tor, Leopoldstor, Sigismundstor und Nikolaustor). Die Aussichtsterrassen bieten eine einzigartige Aussicht auf die Stadt sowie auf Nachbarländer.
Der Bratislaver Burghügel wurde dank seiner strategischen Lage bereits vor mehr als 5000 Jahren besiedelt. In dem 1. Jahrhundert v. Chr. gehörte die Höhe Kelten. Um die 5. und 6. Jahrhundertwende kamen Slawen und haben eine eigene Burgstätte gebaut. Nach dem Jahre 1000 wurde die Burg Bestandteil des Netzes der Gauburgen und die Grenzfestung des Ungarischen Königreichs. Der gegenwärtige Burgpalast wurde als künftige kaiserliche Residenz im 15. Jahrhundert gebaut. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zum Sitz der ungarischen Könige. Der letzte große Umbau erfolgte im 18. Jahrhundert auf Anweisung von Maria Theresia. Die Burg brannte im Jahre 1811 aus und verfiel bis zu der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das jetzige Aussehen ist Ergebnis von zwei großen Rekonstruktionen.

Kathedrale St. Martin – wo Maria Teresia gekrönt wurde

Die gotische Kirche besteht aus drei Schiffen aus dem 15. Jahrhundert, In St. Martin wurden von 1563 bis 1830 mehrere ungarische Könige gekrönt, darunter auch Maria Teresia am 25. Juni 1740. Erinnerung an diese ruhmreiche Zeit ist die vergoldete Replik der Krönungskrone, welche an der Spitze des Turms der Kathedrale angebracht ist, in einer Höhe von 85 Metern und mit einem Gewicht von 150 kg.
Kurz UFO, wird die einzigartige Aussichtsplattform genannt, die auf den Pfeilern der Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes in einer Höhe von 95 Metern thront. Das UFO bietet den schönsten Sonnenuntergang in Bratislava in Kombination mit einem kulinarischen Erlebnis. Bei schönem Wetter lässt sich der Rundumblick geniessen, der bis zu 100 Kilometer weit reicht. Und wer denkt, UFO sei eine Erfindung des Schreibers, dem ist nicht so, das UFO in Bratislava heisst tatsächlich UFO. Der von 1967 bis 1972 gebaute Aussichtsturm wurde in die World Federation of Great Towers(frei übersetzt etwa Weltverband der großartigen Türme) aufgenommen. Im Restaurant/Café des UFO finden bis zu 120 Gäste Platz. Mit dem Lift werden für 7.50 Euro max. 10 Personen pro Fahrt mit 15 km/h nach oben befördert.

Vom schönen Naci bis zum Gaffer Cumil

Die Bratislavaer Skulpturen gehören zu dem am meisten fotografierten Attraktionen der Stadt. Hier begegnest Du dem eleganten Schönen Náci angezogen im Frack mit Spazierstock und Zylinderhut, dem neugierigen – aus dem Kanal hinausblickenden Čumil (Gaffer), einen sich leger auf der Lehne einer Bank abstützenden Soldaten der napoleonischen Armee oder auch der Skulptur des Märchendichters Hans Christian Andersen.
Der Schöne Naci, mit wirklichem Namen Ignac Lamar (1897-1967), war ein bisschen eigenartig. Er hatte eine schwierige Kindheit, und eine unerfüllte Liebe hinterließ unverheilte Wunden in seinem Herzen und seiner Seele. Naci wollte so sein, wie sein Großvater, ein berühmter Zirkusclown. In gewisser Weise wurde sein Traum wahr, die Straßen des Stadtzentrums, die lokalen Kaffes und Konditoreien dienten ihm als Zirkuszelt.
Der Schöne Naci spazierte die Straßen in eleganter Abendgarderobe entlang, mit Zylinder, Gehstock und einem Päckchen seiner beliebtesten Desserts in der Hand. Er lächelte die Leute an und grüßte die Damen ehrfürchtig mit einem “Küss‘ die Hand!“- auf Slowakisch, Ungarisch und auch auf Deutsch, da Bratislava zur damaligen Zeit dreisprachig war.
Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in einem Lazarett für Tuberkulosekranke in einem Dorf bei Lehnice, wo er auch starb. Erst 2007 wurden seine sterblichen Überreste vom lokalen Friedhof zum historischen Ondrejsky Friedhof im Zentrum Bratislavas gebracht, wo bereits viele prominente Persönlichkeiten der Slowakei bestattet wurden.

Viele, viele Informationen über Bratislava findest Du im Touristenbüro der Stadt unter https://www.visitbratislava.com/de/

Möchtest Du Bratislava während einem Wien Besuch kennenlernen? Das geht ganz einfach und vor allem schnell mit dem Twin City Liner. Mit bis zu 6 Fahrten täglich bietet das modernste und schnellste Schiff auf der Donau ein unvergessliches Erlebnis. Bei einer Reisegeschwindigkeit von rund 70 km/h dauert die abwechslungsreiche Fahrt von Wien nach Bratislava – oder umgekehrt gerade einmal 75 Minuten. Die Fahrt kostet zwischen 30 und 35 Euro. Buchbar unter https://www.twincityliner.com/de

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