Gibt es bald ein Fondue-Stübli auf einem MSC Kreuzfahrtschiff?

Die aktuelle cruisetip-Ausgabe, des Schweizer Schiffsreisen-Magazins

„Wir sind die Nummer 1 in der Schweiz“ erklärt Pythagoras Nagos, Chef von MSC Kreuzfahrten in der Schweiz in der aktuellen cruisetip-Ausgabe, dem Schweizer Magazin für Schiffsreisen. Eine mehrseitige Reportage berichtet von einer „entrückten Flussfahrt auf dem Irrawaddy durch das Land der Pagoden“ und im Making of wird die Entstehung des neuesten Schweizer Flusskreuzfahrtschiffs, der Excellence Countess illustriert. Weitere Themen im 68-Seiten starken Magazin sind unter anderem das enorme Wachstum der 5-Sterne-Schiffe, Internet auf Kreuzfahrtschiffen, eine Kreuzfahrt durch das Naturparadies Galapagos und die Privatinseln verschiedener Reedereien.

Die Anzahl neuer Kreuzfahrtschiffe mit 5‘000 und noch mehr Passagieren wird immer grösser. Aber trotz der grossen Zahl, die bereits mit der Einwohnerzahl einer kleinen Stadt vergleichbar ist, habe man, so cruisetip-Chefredaktor Beat Eichenberger in der Sommerausgabe der einzigen Schweizer Kreuzfahrten-Zeitschrift, nie das Gefühl, mit einigen Tausend Mitreisenden an Bord zu sein. Heute könne sich jedermann eine Kreuzfahrt zu einem schon fast einmaligen Preis-Leistungsverhältnis leisten. Es komme immer mal wieder vor, dass gleich mehrere dieser riesigen Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig in einem Hafen anlegen würden. Dies führe dazu, dass gefragte Destinationen fast aus allen Nähnten platzen würden. Und so widmet sich Beat Eichenberger im Hintergrund-Bericht „Was nicht im Katalog steht“ ausführlich dem Thema Overtourism. Dies aber nicht einseitig – wie so oft in letzter Zeit in den Medien – sondern aus dem Blickpunkt verschiedener Akteure.

MSC ist die Nummer 1 in der Schweiz

Mit einem gigantischen Investitionsvolumen von 13.6 Milliarden Euro stockt MSC seine Flotte bis 2017 auf dann 29 Schiffe auf. Die Zahl der Passagiere wird sich von heute rund 2.4 Millionen fast verdreifachen. Entsprechend selbstbestimmt gibt sich Pythagoras Nagos, Managing Director von MSC Kreuzfahrten Schweiz und erklärt im interview mit dem cruisetip: „Wir sind in der Schweiz definitiv die Nr. 1 und wir werden auch hier weiter wachsen.“ Erst knapp zwei Prozent der Schweizerinnen und Schweizer hätten bisher eine Seereise unternommen, somit gibt es noch viel Potential für neue Kreuzfahrt-Reisende. Nagos äusserst sich zu weiteren Fragen, ob es denn für die Schweizer Reederei auf einem MSC-Schiff bald ein Fodue-Stübli geben würde, die beliebtesten Routen der Schweizer, das Thema Trinkgeld und den Umweltschutz. „Derzeit sind 11 von 16 unserer Schiffe mit Abgasnachbehandlungssystemen ausgestattet. Aus baulichen Gründen ist dies bei den Schiffen der Lirica-Klasse nicht möglich – hier wird man auf den schwefelärmeren Treibstoff wechseln“, erklärt Pythagoras Nagos. Ab 2022 werde dann auch bei MSC das LNG-Zeitalter anbrechen. Fünf Schiffe die mit dem umweltfreundlichen Flüssigerdgas fahren, hat MSC bestellt. Nagos weist aber auch darauf hin, dass in den Häfen die Verfügbarkeit von LNG rasant weiter entwickelt werden müsse und erklärt abschliessend: „Umweltthemen nehmen wir sehr ernst. Es liegt in unserem ureigenen Interesse, die Nachhaltigkeit der Kreuzfahrt vehement vorwärts zu treiben, offen darüber zu informieren und uns in die Diskussion einzubringen.“

Zeitreise ins Land der Pagoden

cruisetip-Chefredaktor persönlich hat mit Thurgau Travel eine „Zeitreise ins Land der Pagoden“ unternommen. Sein Fazit: „Myanmar fasziniert, überrascht und betört: Die Flussreise mit der Thurgau Exotic auf dem Irrawaddy erlaubt das beeindruckende Eintauchen in eine andere Welt.“ Thurgau Travel lancierte bereits vor elf Jahren mit der Thurgau Exotic 1 die ersten Flussreisen in Myanmar. Seither sind zwei weitere Schiffe in Betrieb genommen worden, mit denen von Oktober bis März 13- bis 18-tägige Fahrten zwischen Yangon und Mandalay (oder umgekehrt) durchgeführt werden. Myanmar geriet 2017 mit dem Rohingya-Konflikt international negativ in die Schlagzeilen. Laut Peter Kaufmann, Sohn von Thurgau Travel Firmengründer Hans Kaufmann, der mehrere Monate im Jahr persönlich vor Ort ist, gibt es aber keinerlei Gründe aus Angst auf eine Reise durch das Land der Pagoden zu verzichten. „Myanmar ist für uns eine Herzensangelegenheit. Tatsächlich gibt es keinen Grund, aus Sicherheitsbedenken Myanmar zu meiden. Außerhalb von Rakhine und einzelnen anderen Randregionen gibt und gab es keine Probleme“, so Peter Kaufmann.

Es würde nun zu weit führen noch weiter auf die vielen Themen im aktuellen cruisetip einzugehen. Der Kauf des Schweizer Magazins für Schiffsreisen lohnt sich auf jeden Fall. Das Heft ist für Fr. 7.50 an grösseren Kiosken oder im Abonnement (der cruisetip erscheint 2 x jährlich) für 15 Franken beim Verlag cruisetip erhältlich.

1 Antwort

  1. “Wird es Fodue-Stübli auf einem MSC-Schiff geben?”
    Technisch betrachtet gibt es das schon, weil der chinesische Hotpot in Wahrheit nichts anderes ist als Fondue und das gibt es bereits auf der Splendida.
    Ob sie das Restaurant (oben bei der Disco) lassen werden, wenn sie nach Europa zurück kommt, weiß ich allerdings nicht.

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