TUI plant Mini-Kreuzfahrten mit max. 1’000 Gästen in der Nordsee

TUI plant Mini-Kreuzfahrten in der Nordsee (Bild Fotolia)

TUI-Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen erklärte anlässlich der heutigen Pressekonferenz: „Die Menschen wollen reisen. Europa muss sich jetzt schrittweise öffnen. Sommerurlaub ist verantwortungsvoll und mit klaren Regeln möglich. Wir werden den Urlaub 2020 neu erfinden.“ Gleichzeitig gab Joussen bekannt, dass weltweit rund 8.000 Stellen nicht besetzt oder abgebaut würden. Gegenüber Bild kündigte Joussen an: „Wir werden Mini-Kreuzfahrten machen und wir verlegen Schiffe nach Norddeutschland.” Es gehe dabei um „Kurz-Kreuzfahrten in der Nordsee mit nur 1000 Gästen auf dem Schiff, um auch hier die Sicherheit zu gewährleisten.

Die TUI ist startklar für eine baldige Wiederaufnahme der Reiseaktivitäten in Deutschland und Europa. Knapp zwei Monate nachdem nahezu alle Geschäftsbereiche aufgrund der weltweiten Reiseverbote stillgelegt werden mussten, ist der Touristikkonzern auf eine Wiederaufnahme der operativen Tätigkeiten vorbereitet. Die ersten Hotels der TUI auf Sylt und in Mecklenburg-Vorpommern öffnen in den kommenden Tagen ihre Türen für Gäste. Auch in den europäischen Destinationen sind die Hotels und Clubs der TUI bereit, Urlauber zu empfangen. Weltweit wird in den Häusern des Konzerns aktuell ein 10-Punkte Katalog für erhöhte Hygiene- und Schutzmaßnahmen umgesetzt, der Gästen größtmögliche Sicherheit bietet.

TUI möchte für 2020 den Urlaub neu erfinden

Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender TUI Group: „Sicherheit und Wohlergehen unserer Gäste und Mitarbeiter auf der ganzen Welt haben weiterhin höchste Priorität. Sommerurlaub in Europa kann jetzt schrittweise wieder möglich gemacht werden – verantwortungsvoll und mit klaren Regeln. Die organisierte Reise bietet gerade jetzt große Vorteile: Mit der Vertrauensmarke TUI bieten wir Sicherheit, Betreuung vor Ort und garantieren in besonderen Situationen die Rückreise nach Hause. Gemeinsam mit den Destinationen und unseren Partnern haben wir umfangreiche Maßnahmen zum Schutz unserer Gäste erarbeitet. Die Nachfrage nach Urlaub ist weiterhin sehr groß. Die Menschen wollen reisen. Unser integriertes Geschäftsmodell erlaubt es uns, sofort die Reiseaktivitäten aufzunehmen, sobald dies wieder möglich ist. Die Saison startet später, könnte dafür aber länger dauern. Für 2020 werden wir den Urlaub auch neu erfinden: Neue Ziele, veränderte Reisezeiträume, neue Angebote vor Ort, mehr Digitalisierung.“

Starke Entwicklung vor Ausbruch der Pandemie

Der Konzern musste Mitte März, noch vor Ablauf der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020, die operativen Reiseaktivitäten aufgrund von COVID-19 und der damit einhergehenden weltweiten Reiseverbote aussetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich der weltweit führende Touristikkonzern auf Kurs: In den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres wurde der Umsatz um sechs Prozent auf 6,0 Milliarden Euro gesteigert. Das operative bereinigte EBIT ohne die Auswirkungen von Einmaleffekten lag bei -240 Millionen Euro – das entspricht einer Verbesserung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Joussen: „Wir waren vor der Krise wirtschaftlich sehr erfolgreich und werden es auch nach dem Ende der Krise wieder sein. Wir haben ein funktionierendes und erfolgreiches Geschäftsmodell und über 21 Millionen treue Kunden, die unserer starken Marke vertrauen.“

Abbau von rund 8’000 Stellen

TUI Vorstandsvorsitzernder Joussen: „Die TUI soll gestärkt aus der Krise hervorgehen. Aber sie wird eine andere TUI sein und ein anderes Marktumfeld vorfinden als vor der Pandemie. Das macht Einschnitte erforderlich: bei Investitionen, bei Kosten, unserer Größe und unserer Präsenz in aller Welt. Wir müssen schlanker sein als vorher, effizienter, schneller und digitaler. Unsere 2019 gestartete „Asset right“ Strategie werden wir noch zielgerichteter und schneller umsetzen. Wir werden auf allen Ebenen digitaler – insbesondere der Ausbau der digitalen Plattformen in den neuen Märkten und für unsere Aktivitäten in den Urlaubsregionen wird beschleunigt. Unsere so genannten Overhead-Kosten wollen wir dauerhaft über den gesamten Konzern um 30 Prozent reduzieren. Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8.000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen. Damit wir auch nach der Krise zur erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre zurückfinden, müssen wir die Neuaufstellung jetzt zügig umsetzen.“

So stellt sich TUI unter anderem Kreuzfahrten nach Corona vor (Grafik tui.com)

So stellt sich TUI unter anderem Kreuzfahrten nach Corona vor (Grafik tui.com)

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben

by rettenmund.com