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Wie die Vasco da Gama Weltreise entsteht – Planung mit Herz und Leidenschaft

Marion Hilbrich und Britta Milles (rechts), Weltreisenplanerinnen für die Vasco da Gama (Fotos nicko cruises)

Die Planung einer Weltreise ist eine grosse Herausforderung, die viel Kreativität, Erfahrung und Organisationstalent erfordert. Marion Hilbrich, Head of Product, und Britta Milles, Team Lead Ocean Product & Operations bei nicko cruises, geben spannende Einblicke in die Entstehung einer Route rund um den Globus – von den ersten Ideen bis zu den ganz besonderen Momenten, die eine solche Reise unvergesslich machen.

Die Philosophie „time to discover“ als Leitmotiv

Die nicko cruises Philosophie „time to discover“ (Zeit zum entdecken) spielt bei der Planung einer Weltreise eine zentrale Rolle. Marion Hilbrich erklärt: „Natürlich – gerade bei einer Weltreise! Weil Gäste, die eine Weltreise machen wollen, sich bewusst viel Zeit nehmen, um mit dem Schiff einmal rund um die Welt zu fahren. Da geht es nicht nur ums Ankommen, sondern ums intensive Erleben. Deshalb planen wir ganz bewusst mit längeren Aufenthalten in den Häfen – damit jeder wirklich eintauchen kann.“ Diese bewusste Zeitgestaltung ermöglicht es den Reisenden, die Destinationen nicht nur oberflächlich zu sehen, sondern tief in Kultur, Landschaft und Alltag einzutauchen.

Besondere Highlights und Überlandprogramme

Ein besonderes Highlight, das nicko cruises von vielen anderen Anbietern unterscheidet, sind die Überlandprogramme. Britta Milles beschreibt dieses Herzensprojekt so: „Die Gäste steigen an einem Hafen aus, reisen dann ein paar Tage über Land – zum Beispiel zu den Tempelanlagen von Angkor in Kambodscha – und steigen in einem anderen Hafen wieder ein. So etwas geht nur bei einer Weltreise, wo man den Luxus der Zeit wirklich nutzen kann. Wir passen die Liegezeiten so an, dass es problemlos machbar ist – inklusive Hotel, Flug und allem Drum und Dran.“ Diese Programme bieten die Möglichkeit, Regionen intensiver und abseits der üblichen Kreuzfahrtwege zu entdecken.

Zeit zum Entdecken in Reinform

Die Philosophie „time to discover“ zeigt sich auch darin, wie die Aufenthaltszeiten in den Häfen gestaltet sind. Britta Milles betont: „Unsere Gäste sollen nicht durch eine Stadt hetzen müssen. Wer möchte, kann an Tag 1 gemütlich schlendern, sich treiben lassen – und an Tag 2 vielleicht eine geführte Tour machen oder nochmal auf eigene Faust losziehen. Oft bleiben wir bis 18 oder 20 Uhr im Hafen, sodass man auch abends noch etwas erleben kann.“ So entsteht Raum für individuelle Entdeckungen und entspannte Erlebnisse.

Der Start der Planung: Bodenständige Grundlagen

Die Planung einer Weltreise beginnt mit grundlegenden Fragen. Marion Hilbrich erzählt: „Der erste Schritt ist oft die Frage nach dem Start- und Zielhafen. Viele unserer Gäste wünschen sich, dass es ein deutscher Hafen ist – am liebsten Hamburg. Und dass es eine Runde wird, also Start und Ziel gleich sind. Das schafft ein Gefühl von Zuhause und macht auch die Anreise einfacher.“ Diese bodenständige Herangehensweise bildet die Basis für die weitere kreative Planung.

Neben zahlreichen klassischen Routen mit außergewöhnlichen Routen im Mittelmeer, den Kanaren sowie West- und Nordeuropa, geht die Vasco da Gama 2026/27 erneut auf große Weltreise (Foto nicko cruises)

Inspiration und Vielfalt statt Wiederholung

Bei der Auswahl der Ziele spielt die Erfahrung aus vergangenen Reisen eine wichtige Rolle. Marion Hilbrich erläutert: „Viele unserer Gäste sind sogenannte Repeater – die fahren nicht nur einmal, sondern kommen wieder. Und die möchten natürlich neue Ziele entdecken. Also schauen wir genau hin: Waren wir letztes Jahr eher in Südamerika unterwegs? Dann setzen wir bewusst einen anderen besonderen Fokus. Es soll eben keine Wiederholung sein.“ So entsteht eine abwechslungsreiche und inspirierende Route, die Fernweh weckt und einzigartige Erlebnisse bietet.

Ein Mosaik aus Ideen und Inspirationen

Die Auswahl der Highlights basiert auf persönlicher Begeisterung und dem Wunsch, besondere Erlebnisse zu schaffen. Marion Hilbrich sagt: „Da fragen wir uns ganz ehrlich: Was würden wir selbst gerne erleben? Und dann schauen wir: Was ist einmalig? Was weckt Fernweh? Zum Beispiel der Amazonas – das ist so ein klassisches Once-in-a-lifetime-Erlebnis. Wenn wir das einbauen, überlegen wir auch gleich, ob ein Überlandprogramm sinnvoll wäre, um das Ganze intensiver erlebbar zu machen.“ So entsteht ein vielfältiges Mosaik aus Ideen, das die Weltreise prägt.

Der lange Weg bis zur fertigen Weltreise

Die Entwicklung einer Weltreise ist ein umfangreiches Projekt. Marion Hilbrich berichtet: „Vom groben Fahrplan bis zum fertigen Katalog brauchen wir etwa ein halbes bis dreiviertel Jahr. Die kreative Routenplanung, das Abstimmen der Häfen, die Koordination mit der Reederei – das ist schon ein echtes Projekt. Und danach geht’s ja weiter: Landausflüge planen, Einreisebestimmungen prüfen, das komplette Programm rundherum organisieren.“ Dabei ist Flexibilität gefragt, denn viele Häfen geben ihre Zusagen erst spät. Die Abstimmung mit der Crew an Bord, wie den Kapitänen Adrian Firsov und Michail Smyrnaois, ist ebenfalls ein wichtiger Schritt.

Fixpunkte und emotionale Momente

Ein wichtiger Fixpunkt in der Planung sind die Feiertage wie Weihnachten und Silvester. Marion Hilbrich erklärt: „Viele Gäste möchten diese besonderen Tage an Bord verbringen – idealerweise an einem traumhaften Ort. Da müssen wir schauen, wie sich das mit Flügen, An- und Abreise gut verbinden lässt.“ Die Planung ist eine Mischung aus logistischer Präzision und emotionaler Gestaltung. Britta Milles beschreibt es als Puzzle, bei dem manche Teile fix sind und andere intuitiv wachsen. Am Ende soll die Route abwechslungsreich, tiefgründig und unvergesslich sein – ganz im Sinne der Philosophie „time to discover“.

Die Auswahl neuer Destinationen

Die Entscheidung, welche Orte auf die Weltreise-Route kommen, basiert auf Erfahrung, Bauchgefühl und aktuellen Trends. Britta Milles sagt: „Natürlich schauen wir, was gerade gefragt ist, aber genauso wichtig ist, ob es zur Route passt, zu unserem Zeitplan, zu den klimatischen Bedingungen – und auch zur Magie eines Ortes.“ Dabei werden Trends mit Vorsicht betrachtet, denn was heute beliebt ist, kann in zwei Jahren schon wieder anders sein. Marion Hilbrich ergänzt: „Es geht uns nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern echte Reiseerlebnisse zu schaffen, die in Erinnerung bleiben.“

Ungewöhnliche Stopps und „Once in a Lifetime“-Momente

Besondere Erlebnisse sind ein Markenzeichen der nicko cruises Weltreisen. Marion Hilbrich nennt den Amazonas als Beispiel: „Für viele ein absoluter Lebenstraum. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann ein Überlandprogramm dazubuchen. Oder der Markt von Belém in Brasilien. Der ist wild, bunt, chaotisch – und absolut faszinierend. Da gibt’s wirklich alles: Nüsse, Heilpflanzen, Tierschädel, lebendige Fische und Schlangen. Ein Ort, den man mit allen Sinnen erlebt – das sind Eindrücke, die bleiben.“

Die besondere Atmosphäre auf der Vasco da Gama

Die Vasco da Gama ist mit rund 1.000 Gästen ein vergleichsweise kleines Schiff, was eine familiäre Atmosphäre schafft. Marion Hilbrich beschreibt: „Man läuft sich immer wieder über den Weg, man kommt ins Gespräch, man erkennt sich wieder. Das geht auf grossen Schiffen oft verloren.“ So entsteht eine „Reisefamilie“ auf Zeit, in der sich Menschen begegnen, austauschen und Freundschaften entstehen. Britta Milles betont, dass oft nicht die grossen Programmpunkte, sondern die kleinen, unerwarteten Momente die Reise besonders machen.

Emotionale Erlebnisse und herzliche Begegnungen

Die Weltreise ist nicht nur geografisch gross, sondern auch emotional bewegend. Britta Milles berichtet von herzlichen Begrüssungen in den Häfen, bei denen die Crew mit Plaketten geehrt wird und offizielle Feste stattfinden. Marion Hilbrich erzählt berührende Geschichten von Gästen, die die Reise als Hommage an geliebte Menschen erleben oder sich an Bord verlieben und dort sogar heiraten. Diese Geschichten zeigen, wie viel Magie in einer Weltreise steckt.

Tipps für eine gelungene Weltreise

Für Reisende empfiehlt Britta Milles, die Reise offen und flexibel zu gestalten: „Je mehr du durchplanst, desto anstrengender wird’s am Ende. Die schönsten Erlebnisse passieren oft ganz ungeplant – wenn du jemanden kennenlernst und plötzlich den Abend mit neuen Freunden auf dem Sonnendeck verbringst.“ Marion Hilbrich rät, das Handy auch mal wegzulegen und die Momente bewusst zu erleben: „Nicht alles muss dokumentiert werden. Manchmal reicht es, einfach nur da zu sein und hinzuschauen.“ Ein Notizbuch kann helfen, Eindrücke festzuhalten, besonders an Seetagen, die viele Weltreisende besonders schätzen.

Persönliche Geheimtipps der Expertinnen

Marion Hilbrich empfiehlt die Chocolate Hills auf den Philippinen sowie die Kaiserstatue und die Lampion-Stadt Hoi An in Vietnam, wo sie selbst Lampions gebastelt hat. Britta Milles hebt die Überlandprogramme hervor, die einzigartige Einblicke ermöglichen, wie zum Beispiel die Tempelanlagen von Angkor in Kambodscha.

Die Planung einer Weltreise bei nicko cruises ist ein sorgfältig abgestimmter Prozess, der Kreativität, Erfahrung und viel Herzblut verbindet. Die Philosophie „time to discover“ zieht sich durch alle Aspekte der Reisegestaltung und ermöglicht intensive, nachhaltige Erlebnisse. Die Kombination aus besonderen Highlights, kulturellem Austausch und einer familiären Atmosphäre an Bord macht jede Weltreise zu einem einzigartigen Abenteuer, das weit über das übliche Kreuzfahrterlebnis hinausgeht.

Das ausführliche Interview zur Entstehung einer Weltreise mit der Vasco da Gama kannst Du hier nachlesen.

Und falls Du jetzt gluschtig auf eine Weltreise mit der Vasco da Gama geworden bist. Mehr Infos gibt es unter Vom Amazonas bis zur Osterinsel – Unvergessliche Momente auf der Vasco da Gama Weltreise

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Website: rettenmund.com