Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrüßt das veröffentlichte Förderprogramm des Bundes für mit verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) betriebene Seeschiffe. Dazu sagte Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR: „Das Förderprogramm wird den deutschen Reedern helfen, die erheblichen Mehrkosten für gasbetriebene Schiffe besser zu tragen, und ist ein echter Gewinn für die Umwelt. Mit LNG können wir die Emissionen spürbar senken und die Luftqualität an den Küsten und in den Häfen weiter verbessern.“
Die Nachrüstung oder der Neubau von Schiffen, die mit LNG betrieben werden können, ist aufwändig und teuer. Für die Schiffsmotoren, Tanks und Zuleitungen fallen im Vergleich zu herkömmlichen Brennstoffen Mehrkosten von 20 bis 30 Prozent an.
Schifffahrt auf Kurs zu umweltfreundlicheren Brennstoffen
Ralf Nagel: „Mitte der 1980er-Jahre hat die Bundesregierung mit einem Förderprogramm den Umstieg der Schifffahrt von Diesel auf Schweröl angeschoben. Nur gut ein Schiffsleben später ist die Schifffahrt jetzt wieder auf Kurs zu umweltfreundlicheren Brennstoffen. Die deutschen Reeder stehen hinter der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung und begrüßen die Förderung von Flüssiggas als alternativer Brennstoff ausdrücklich.“
80 % weniger Stickoxide dank Flüssigerdgas
Handelsschiffe sind, gemessen an ihrem Transportvolumen, bereits heute das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Die breite Nutzung von LNG als Schiffstreibstoff würde diese Position weiter ausbauen: Bis zu 25 Prozent weniger CO2 und sogar 80 Prozent weniger Stickoxide werden bei der Verbrennung von Flüssigerdgas freigesetzt. Zudem entstehen praktisch keine Schwefel- und Feinstaub-Emissionen. Auch in puncto Sicherheit hat LNG einen deutlichen Vorteil gegenüber herkömmlichen Brennstoffen. Denn LNG ist bei einer Temperatur von minus 162 Grad Celsius nicht brennbar und kann nicht explodieren. Tritt LNG aus, verdampft es und löst sich schnell in der Atmosphäre auf.









