Die AIDA-Flotte ist bekannt für ihre italienisch klingenden Schiffsnamen wie AIDAbella, AIDAblu, AIDAcosma oder AIDAdiva. Für viele Kreuzfahrtfans gehören diese Namen einfach zum maritimen Flair und zur Markenidentität der Reederei. Doch in den sozialen Medien und auch in der Tourismusfachzeitschrift fvw diskutiert man gerade, ob italienische Namen noch zeitgemäss seien und fragt (natürlich nicht bierernst) provokant: Muss AIDA ihre Schiffe jetzt umbenennen? Sollen die Kreuzfahrtschiffe künftig deutsche Namen wie Walküre, Isolde, Loreley oder Brünhilde bekommen?
Diese Diskussion steht im Zusammenhang mit einer ungewöhnlichen Forderung des Südtiroler Alpenvereins. Er möchte, dass die Berghütten in Südtirol, die heute noch deutsche Städtenamen tragen, umbenannt werden – zugunsten von Bezeichnungen, die sich auf die jeweilige Region beziehen. Dabei geht es nicht um italienische Namen, sondern um eine stärkere Orientierung an der lokalen Geografie.
Statt Regensburger Hütte eine italienische Bezeichnung
Die Vizepräsidentin des Alpenvereins, Ingrid Beikircher, begründet den Vorschlag damit, dass die traditionellen Namen wie Regensburger Hütte oder Kasseler Hütte nicht mehr zeitgemäss seien. Diese Namen stammen aus der Zeit, als Südtirol zu Österreich gehörte und viele Hütten von Sektionen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins errichtet wurden. Heute, so Beikircher, sollten die Namen stärker die Region widerspiegeln, in der die Hütten stehen – was auch die italienische Übersetzung erleichtern würde.
Kritik und Widerstand
Die Initiative stösst in Südtirol auf deutliche Ablehnung. Viele sehen darin einen Versuch, die historische und kulturelle Identität zu verwischen. Roland Lang vom Südtiroler Heimatbund weist darauf hin, dass gerade diese Namen die alpine Erschliessungsgeschichte dokumentieren und Teil des kulturellen Erbes sind. Er kritisiert zudem die Doppelmoral, wenn problematische Namen wie der der Drei-Zinnen-Hütte (Rifugio Antonio Locatelli) beibehalten werden, während andere Namen gestrichen werden sollen.
Auch politische Vertreter, etwa von der Partei der Freiheitlichen, verurteilen den Vorschlag als undankbar gegenüber der historischen Leistung der Alpenvereinssektionen.
Was hat das mit den AIDA-Schiffen zu tun?
Die Diskussion um die Hütten-Namen hat eine humorvolle, aber auch provokante Debatte über die Schiffsnamen der AIDA-Flotte ausgelöst. In den sozialen Medien wird scherzhaft vorgeschlagen, die italienischen Namen durch deutsche Opernfiguren zu ersetzen – als Pendant zur aktuellen Umbenennungswelle. Dabei wird mit satirischen Vergleichen gespielt, etwa dass Pizzerien künftig nach den Herkunftsregionen ihrer Besitzer benannt werden sollten oder italienische Speisen deutsche Bezeichnungen erhalten könnten.
Für Dich als Kreuzfahrtliebhaber zeigt diese Debatte, wie eng Namen mit Identität, Geschichte und Kultur verbunden sind – auch bei Schiffen. Die italienischen Namen der AIDA-Flotte sind Teil der Markenidentität und vermitteln ein mediterranes Flair, das viele Reisende schätzen. Eine Umbenennung erscheint aktuell unwahrscheinlich und vor allem unnötig.
Gleichzeitig erinnert die Diskussion daran, wie wichtig es ist, die Hintergründe von Namen zu verstehen und respektvoll mit kulturellem Erbe umzugehen. Für Deine nächste Kreuzfahrt mit AIDA kannst Du also beruhigt bleiben: Die Bella, Blu und Diva werden Dir weiterhin vertraut sein – mit all ihrem Charme und ihrer Geschichte. Namen wie AIDA Walküre, AIDA Isolde, AIDA Loreley oder AIDA Brünhilde sorgen zwar aktuell für amüsanten Gesprächsstoff, sind aber definitiv kein Thema.









