Wer seine Kreuzfahrt nicht antreten kann, muss nicht zwingend stornieren: Die Buchung lässt sich auf eine Ersatzperson übertragen. Der Marktplatz Stornokabinen-Kreuzfahrt.de bringt Verkäufer und Interessenten zusammen – seit August 2026 komplett kostenlos.
Krankheit, ein Trauerfall, ein neuer Job: Gründe, eine gebuchte Kreuzfahrt abzusagen, gibt es viele. Teuer wird es fast immer. Je näher die Abfahrt rückt, desto höher fallen die Stornogebühren aus – kurz vor Reisebeginn verlangen die meisten Reedereien einen Großteil des Reisepreises. Dabei gibt es eine Alternative, die viele Reisende nicht kennen: Statt zu stornieren, übertragen sie ihre Buchung auf eine andere Person.
Genau dafür gibt es Stornokabinen-Kreuzfahrt.de. Auf der Plattform inserieren Reisende ihre gebuchte, aber nicht mehr benötigte Kabine. Interessenten finden dort Kreuzfahrten, die in der Regel unter dem ursprünglich gezahlten Preis abgegeben werden. Beide Seiten einigen sich direkt auf einen Übernahmepreis, danach beantragt der Verkäufer die Namensänderung bei der Reederei oder im Reisebüro. Die Reederei stellt die Buchung auf den neuen Namen um, meist gegen eine Bearbeitungsgebühr.
Rechtlich vorgesehen – in Deutschland und in der Schweiz
In Deutschland regelt § 651e BGB, dass Pauschalreisende eine Ersatzperson benennen dürfen, die in den Reisevertrag eintritt. Die Erklärung ist in jedem Fall rechtzeitig, wenn sie dem Veranstalter spätestens sieben Tage vor Reisebeginn zugeht. Widersprechen darf der Veranstalter nur, wenn die Ersatzperson die vertraglichen Reiseerfordernisse nicht erfüllt.
Auch das Schweizer Pauschalreisegesetz sieht in Artikel 17 vor, dass verhinderte Reisende ihre Buchung auf eine andere Person übertragen können, sofern sie den Veranstalter oder Vermittler rechtzeitig informieren. Die Plattform steht Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen.
Kostenlos für Käufer und Verkäufer
Seit August 2026 ist die Nutzung komplett kostenlos. Inserate lassen sich ohne Anmeldung durchsuchen, das Einstellen einer Kabine kostet nichts, und mit einem kostenlosen Konto schreiben Interessenten dem Verkäufer direkt über das interne Nachrichtensystem. Wer eine bestimmte Route oder Reederei sucht, legt einen Suchauftrag an und wird per E-Mail über neue Inserate und Preissenkungen informiert. Die Plattform nimmt keine Provision und wickelt keine Zahlungen ab: Preis und Übergabe vereinbaren Käufer und Verkäufer direkt miteinander.
Aktuell sind über 100 Kabinen inseriert. Die Plattform deckt mehr als 40 Reedereien ab – von AIDA, TUI Cruises (Mein Schiff) und MSC über Costa und Hapag-Lloyd Cruises bis zu Hurtigruten und Flusskreuzfahrten mit A-ROSA.
„Wer seine Kreuzfahrt nicht antreten kann, storniert oft reflexartig und verschenkt damit viel Geld“, sagt Felix Vemmer, Gründer von Stornokabinen-Kreuzfahrt.de. „Die Übertragung auf eine Ersatzperson ist gesetzlich vorgesehen und lohnt sich für beide Seiten: Der Verkäufer reduziert seinen Verlust, der Käufer bekommt eine Kreuzfahrt zu einem fairen Preis. Wir machen diese Buchungen sichtbar und bringen beide zusammen – ohne Gebühren.“
Ratgeber: Stornieren oder übertragen?
Wann sich eine Übertragung lohnt, welche Fristen gelten und wie Verkäufer ihre Kabine sicher inserieren, erklärt der Ratgeber „Kreuzfahrt stornieren oder Kabine übertragen?“. Er zeigt Schritt für Schritt, wie Reisende ihre Stornokosten berechnen, die Übertragbarkeit ihrer Buchung schriftlich klären, einen fairen Übernahmepreis festlegen und typische Fehler vermeiden – etwa erst zu inserieren und erst danach die Übertragbarkeit zu prüfen.
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