Ponant Explorations hat seinen Nachhaltigkeitsbericht für 2025 veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen Massnahmen und Entwicklungen in den Bereichen Umwelt, Forschung, soziale Verantwortung und Unternehmensführung. Zu den Themen gehören die Verringerung von Emissionen, der Schutz mariner Ökosysteme, die Unterstützung wissenschaftlicher Projekte und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften entlang der Reiserouten.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Abfällen an Bord und in den Anlaufhäfen. Nach Angaben von Ponant stieg der Anteil der Abfälle, die einer Verwertung zugeführt wurden, von 13 Prozent im Jahr 2023 auf 49 Prozent im Jahr 2025. Damit nähert sich das Unternehmen seinem Ziel von 50 Prozent für 2026.
Ponants drei Handlungsfelder für Nachhaltigkeit
Ponant beschreibt seine Aktivitäten entlang von drei Handlungsfeldern: dem Schutz von Natur und Gesundheit, der Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeitenden sowie der Einbindung von Partnern und lokalen Akteuren.
Dazu gehören Initiativen zur Verringerung von Emissionen und zum Schutz mariner Ökosysteme. Der Bericht stellt ausserdem wissenschaftliche Projekte und die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften vor.
Abfallmanagement an Bord und an Land
Seit 2019 arbeitet Ponant nach eigenen Angaben daran, das Abfallmanagement seiner Flotte weiterzuentwickeln. Inzwischen würden sämtliche an Bord anfallenden Abfälle getrennt erfasst. Zugleich sei der Anteil der Abfälle gestiegen, die verwertet werden.
Unter Abfallverwertung versteht man Massnahmen, mit denen Abfälle in nutzbare Ressourcen umgewandelt werden. Dazu zählen insbesondere Recycling, Wiederverwendung und energetische Verwertung. Ziel ist es, die auf Deponien entsorgten Mengen zu begrenzen und die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.
Für 2025 meldet Ponant zudem die Vermeidung von rund 24 Tonnen Einwegkunststoffen. Die Verwertungsquote der Flotte lag im selben Jahr bei 49 Prozent. Das Unternehmen hat für 2026 ein Ziel von 50 Prozent festgelegt.
Wassim Daoud, Director CSR & Sustainable Development bei Ponant Explorations, sagt „Die Verbesserung der Abfallverwertung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Bemühungen, den Ressourcenverbrauch unserer Aktivitäten zu verringern und Kreislaufwirtschaftsansätze zu fördern. Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, um die auf Deponien entsorgten Mengen zu begrenzen, das Recycling von Materialien zu fördern und lokale Verwertungsketten zu unterstützen. Das Erreichen dieser Ziele hängt von unserer Fähigkeit ab, die Akteure vor Ort zusammenzubringen, um zuverlässige Instrumente und reproduzierbare Lösungen umzusetzen.“
Ein Programm in drei Etappen
Das Abfallprogramm von Ponant erstreckt sich über mehrere Jahre. In der ersten Phase von 2019 bis 2022 analysierte das Unternehmen seine Abfallströme. Gleichzeitig arbeitete es daran, Abfälle zu vermeiden und den Einsatz von Einwegkunststoffen schrittweise zu reduzieren.
Zwischen 2023 und 2025 untersuchte Ponant Sortier- und Verwertungsprozesse in wichtigen Anlaufhäfen. Das Unternehmen standardisierte Verfahren und führte neue Instrumente zur Erfolgsmessung ein.
Für die Jahre 2026 bis 2030 plant Ponant eine engere Zusammenarbeit mit Hafenakteuren. Zudem sollen die Überwachungsprozesse digitalisiert und zusätzliche Schulungen für die Besatzungen angeboten werden.
Untersuchungen in wichtigen Anlaufhäfen
Seit 2024 arbeitet Ponant Explorations mit Bureau Veritas zusammen. Die Zusammenarbeit soll mehr Transparenz darüber schaffen, wie die Abfälle der Flotte gesammelt, transportiert und behandelt werden.
Gemeinsam untersuchten die Partner die Abfallprozesse in den zehn Anlaufhäfen mit den grössten Abfallmengen: Papeete, Athen, Venedig, Nizza, Longyearbyen, Glasgow, Broome, Darwin, Fort-de-France und Valletta. Auf diese Häfen entfällt nach Unternehmensangaben rund die Hälfte der jährlich von der Flotte angelandeten Abfälle. Ergänzende Untersuchungen fanden in Ushuaia und Reykjavík statt.
Die Untersuchungen umfassten die Entsorgungskette von der Sammlung und Sortierung über den Transport und die Zwischenlagerung bis zur endgültigen Behandlung. Dazu gehörten Dokumentenanalysen, Beobachtungen während der Ausschiffung, Besuche bei lokalen Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Gespräche mit den beteiligten Akteuren.
So sollte sichtbar werden, welche Verwertungswege tatsächlich genutzt werden und ob sich die vereinbarten Verfahren von der Praxis vor Ort unterscheiden. Die Ergebnisse dienen laut Ponant als Grundlage für Verbesserungen im Abfallmanagement.
Papeete: Anpassungen in der Entsorgungskette
Papeete gehört mit jährlich mehr als 50 Anläufen der Paul Gauguin zu den wichtigen Häfen für Ponant. Bei den Untersuchungen mit lokalen Partnern und Bureau Veritas zeigte sich, dass getrennt gesammelte Abfälle nach der Ausschiffung teilweise wieder zusammengeführt und deponiert wurden.
Daraufhin initiierte Ponant einen strukturierten Austausch mit den Beteiligten der lokalen Entsorgungskette. Nach Angaben des Unternehmens stieg die Verwertungsquote der in Papeete angelandeten Abfälle durch die angepassten Prozesse von 0 Prozent im Jahr 2024 auf 60 Prozent im Jahr 2025.
Das Beispiel zeigt, dass die getrennte Sammlung an Bord allein nicht ausreicht. Auch die Abläufe an Land müssen so gestaltet sein, dass die Abfälle weiter sortiert und geeigneten Verwertungswegen zugeführt werden können.
Griechenland: Erkenntnisse für Abläufe und Schulungen
Ein weiteres Beispiel stammt aus Griechenland. Gemeinsam mit ANTIPOLLUTION, einem auf Hafenumweltmanagement spezialisierten Unternehmen, analysierte Ponant 2025 die Abfallprozesse an Bord und während der Hafenarbeiten der Le Dumont d’Urville.
Die Analyse sollte Möglichkeiten zur Verbesserung der Sortierung, der Abläufe an Bord und an Land sowie der Schulung der Besatzungen aufzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung von Prozessen und Schulungsunterlagen einfliessen. Ausserdem sollen gemeinsame Standards für die Flotte entstehen.
Nächste Schritte von Ponant
Mit einer Verwertungsquote von 49 Prozent im Jahr 2025 liegt Ponant nach eigenen Angaben nahe am Ziel von 50 Prozent für 2026. Für die Jahre 2026 bis 2030 plant das Unternehmen eine engere Zusammenarbeit mit Hafenakteuren, digitalisierte Überwachungsprozesse und zusätzliche Schulungen für die Besatzungen.
Die Beispiele aus Papeete und Griechenland verdeutlichen, dass Verbesserungen die gesamte Entsorgungskette betreffen. Neben der Trennung an Bord spielen auch die Abläufe in den Häfen und die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen eine Rolle. Ponant will die Erkenntnisse aus den untersuchten Häfen nutzen, um Prozesse weiterzuentwickeln und die Verwertung von Abfällen zu erhöhen.










