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SH Minerva, SH Vega und SH Diana im Dienst der Meeresforschung

SH Diana in der Antarktis (Foto Swan Hellenic)

Die Expeditions-Kreuzfahrten von Swan Hellenic leisten einen wichtigen Beitrag zur internationalen Meeresforschung. Im Rahmen der Initiative Cruising4Oceans liefern die drei Schiffe SH Minerva, SH Vega und SH Diana während ihrer Antarktis-Expeditionen wertvolle Umweltdaten an die Vereinten Nationen (UN).

Cruising4Oceans ist ein Pilotprojekt der im Jahr 2021 von den Vereinten Nationen ausgerufenen Dekade der Meeresforschung, der UN Ocean Decade. Die Expeditions-Kreuzfahrtschiffe von Swan Hellenic agieren dabei als bewegliche Meeresobservatorien. Sie sammeln während ihrer regelmäßigen Fahrten kontinuierlich Daten und stellen diese der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung.

Deception Island als erster Pilotstandort

Das Projekt konzentriert sich zunächst auf die Inselgruppe Deception Island in der Antarktis. Der Standort ist in mehrfacher Hinsicht besonders: Er ist der erste schiffsbasierte Standort des Projekts und zugleich der südlichste.

Die regelmäßigen Antarktis-Expeditionen von Swan Hellenic ermöglichen wiederkehrende Beobachtungen in einer Region, in der wissenschaftliche Datenerhebungen besonders anspruchsvoll sind. Dadurch entsteht mit der Zeit ein detailliertes Bild der Meeresbedingungen rund um Deception Island.

Expeditionsschiffe als bewegliche Meeresobservatorien

Im Gegensatz zu festen Beobachtungsstationen nutzt Cruising4Oceans Schiffe, die ohnehin in den entlegensten und datenärmsten Gewässern der Erde unterwegs sind. Die täglichen Messungen werden mit den wiederkehrenden Routen der Expeditionsschiffe kombiniert.

So können Veränderungen in der Meeresumwelt regelmäßig erfasst und miteinander verglichen werden. Die qualitätsgeprüften Daten werden anschließend über die europäische EMODnet-Dateninfrastruktur frei zugänglich gemacht.

Andrea Zito, CEO von Swan Hellenic, erklärt: „Wir sind besonders stolz darauf, dass die Initiative von Swan Hellenic in ein Programm aufgenommen wurde, das von der UN Ocean Decade unterstützt wird. Unsere Expeditionsschiffe bringen unsere Gäste zu einigen der entlegensten und außergewöhnlichsten Orte der Erde. Wir sind der Überzeugung, dass die Möglichkeit, in diesen Umgebungen tätig zu sein, mit der Verantwortung einhergeht, unsere Präsenz so positiv und sinnvoll wie möglich zu gestalten.

Wir möchten, dass unsere Schiffe diese Orte nicht nur besuchen, sondern auch zu ihrem Verständnis und Schutz beitragen. Cruising4Oceans ist ein sehr praktischer Ausdruck dieses Bestrebens: Während unsere Schiffe Gäste zu Expeditionszielen bringen, sammeln wir gleichzeitig wertvolle Beobachtungen für die internationale Wissenschaft.“

Wissenschaftliche Daten aus abgelegenen Regionen

Mario Dogliani ist Präsident der Stiftung SDG4MED, die sich für maritime Nachhaltigkeit und die Wiederherstellung der Gesundheit der Ozeane einsetzt. Zudem koordiniert er Cruising4Oceans. Er beschreibt den Ansatz der Initiative so: „Wir entwickeln keinen neuen wissenschaftlichen Ansatz, sondern nutzen Schiffe, die ohnehin bereits im Einsatz sind, für wissenschaftliche Zwecke. Durch die tägliche Erfassung von Beobachtungen und die freie Bereitstellung der validierten Daten über EMODnet liefert Cruising4Oceans Informationen aus Gebieten, in denen wiederkehrende Beobachtungen sonst äußerst schwer zu erhalten wären.

Die Tatsache, dass die drei Expeditions-Kreuzfahrtschiffe der Reederei Swan Hellenic wiederholt rund um Deception Island im Einsatz sind, macht dieses Projekt besonders interessant. Diese Expeditionen sorgen für eine wiederkehrende Beobachtungspräsenz, die allein durch ein spezielles Forschungsprogramm nur sehr schwer zu erreichen wäre.“

Auch Spitzbergen und Grönland im Fokus

Deception Island ist der erste Pilotstandort für das GlobalCoast Network. Die Expeditionsschiffe von Swan Hellenic sind jedoch auch in anderen abgelegenen Küstenregionen unterwegs, darunter Spitzbergen und Grönland. Auch dort können ähnliche Datenerhebungen durchgeführt werden.

Das Modell lässt sich grundsätzlich auf weitere datenarme Meeresgebiete übertragen. Voraussetzung ist, dass Schiffe diese Regionen regelmäßig anlaufen und ihre Beobachtungen systematisch erfassen können.

Kreuzfahrten mit einem zusätzlichen Beitrag

Mit Cruising4Oceans zeigt Swan Hellenic, dass Expeditionsschiffe mehr sein können als reine Transportmittel für Reisen in entlegene Regionen. SH Minerva, SH Vega und SH Diana unterstützen während ihrer Expeditionen die internationale Meeresforschung und leisten damit einen Beitrag zum besseren Verständnis empfindlicher Meeresgebiete.

Für Gäste bedeutet eine solche Reise, dass sie nicht nur außergewöhnliche Landschaften erleben. Ihre Expedition ist zugleich Teil eines Projekts, das wissenschaftliche Erkenntnisse sammelt und den Schutz der Ozeane unterstützen kann.

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Website: rettenmund.com