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Mit der MS Stockholm zwischen Gletschern und Walrossen: Ein Abenteuer, das die Seele berührt

MS Stockholm im Eis von Spitzbergen (Foto Kühn/Polaris Tours)

Der Ruf des Nordens, das Knirschen des Eises und die unendliche Weite des Packeises – eine Reise mit der MS Stockholm vor Spitzbergen ist mehr als ein Abenteuer. Sie ist eine persönliche Expedition in eine Welt voller Gletscher, Walrosse, Eisbären und stiller Naturwunder. Begleite mich, Beau Pruneau, Expeditionsleiter an Bord, auf einer unvergesslichen Fahrt ins Herz der Arktis, wo jede Entdeckung ein kleines Wunder ist.

Von Beau Pruneau, Expeditionsleiter auf der MS Stockholm

Mit dem Polarschiff ins Packeis vor Spitzbergen: eine persönliche Arktis-Expedition mit Gletschern, Walrossen, Eisbären und viel Raum für echte Entdeckungen

Der Wind heulte draußen, während wir immer weiter nach Norden fuhren, dem Packeis entgegen. Ein paar Tage wollten wir dort verbringen, Ausschau halten nach Wildtieren, nach Spuren im Eis, nach diesem einen Moment, der eine Arktisreise unvergesslich macht.

Drinnen, im kleinen, gemütlichen Schiff, war es warm. An Bord der MS Stockholm tranken wir heißen Kaffee, knabberten an hausgemachten Zimtschnecken und lauschten Vorträgen im originalgetreu erhaltenen Salon. Es fühlte sich nicht an wie eine gewöhnliche Reise. Es fühlte sich an wie eine echte Arktis-Expedition.

Mein Name ist Beau Pruneau. Ich bin einer der Expeditionsleiter an Bord der MS Stockholm. Und das ist meine Geschichte.

Die MS Stockholm – ein Schiff mit Charakter

Die MS Stockholm wurde 1953 gebaut und ist bis heute ein Schiff mit Charakter. Für mich ist sie genau das richtige Schiff, um Spitzbergen oder die Küsten Norwegens während einer Expeditionskreuzfahrt zu erleben. Sie hat eine wunderschöne, ikonische Holzbrücke, klassische Linien und einen eisverstärkten Stahlrumpf, mit dem sie in das Packeis vordringen kann. Dazu kommt die schwedische Crew, die an Bord eine familiäre, fast private Atmosphäre schafft.

Ob Alleinreisende, Freundinnen und Freunde, Familien oder Fotografierende – wer an Bord kommt, spürt schnell: Dieses Schiff empfängt seine Gäste nicht anonym. Es nimmt sie auf.

Die ersten Entdeckungen – Fjorde, Gletscher und arktische Tierwelt

Unterwegs suchten wir geschützte Fjorde auf. Mit den Zodiacs fuhren wir entlang einer Gletscherfront, fotografierten tiefblaues Eis, das im Wasser trieb, und lauschten dem Knacken und Knistern des schmelzenden Eises. Während wir langsam dahinglitten, erklärte ich die Physik hinter der intensiven Blaufärbung. Plötzlich entdeckten wir eine Bartrobbe auf einer Eisscholle; später schwamm sie nahe der Gletscherfront entlang, auf der Suche nach Fisch.

An Land wanderten wir später über weite Tundraflächen. Wir hielten Ausschau nach Rentieren, betrachteten Moose, winzige Blüten und die erstaunlich zarte Vegetation, die im kurzen arktischen Sommer für wenige Wochen zum Leben erwacht. Über uns ragten gewaltige Bergflanken auf, während sich Seevögel zu Tausenden an den Klippen sammelten, um dort zu brüten.

In kleinen Buchten näherten wir uns mit den Zodiacs der Küste. Seehunde ruhten auf Felsen nahe der Wasserlinie. Eiderenten glitten vorbei und suchten geschützte Inseln, auf denen sie vor Polarfüchsen sicher nisten konnten. An sandigen Stränden besuchten wir Walross-Liegeplätze und beobachteten, wie die Tiere um die besten Plätze rangen. Sie stießen mit ihren mächtigen Stoßzähnen gegeneinander, während die Sonne auf Narben, Furchen und Spuren an Hälsen und Zähnen fiel.

Kleine Gruppe, große Freiheit

Mit nur zwölf Gästen, zwei Guides und zwei Zodiac-Booten ist eine Reise mit der MS Stockholm (Bordsprache ist Englisch) außergewöhnlich flexibel. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, können wir schnell hinaus. Für Fotografierende bleibt viel Platz in den Booten, auch für die Ausrüstung. Und für alle anderen bedeutet diese kleine Gruppengröße: nah dran sein, ohne Hektik. Viel Zeit. Viel Ruhe. Viel Raum für das Wesentliche.

Das grosse Ziel: das Packeis

Unser grosses Ziel war jedoch das Packeis.

Genau hier zeigt sich der Vorteil eines eisverstärkten Schiffes wie der Stockholm. Durch das niedrige Außendeck lassen sich Tiere und Eisstrukturen aus einer besonderen Perspektive fotografieren – fast auf Augenhöhe mit der Landschaft. Wer möchte, steigt hinauf ins Krähennest und sieht die Arktis von oben: ein Meer aus Weiß, Grau und Blau, das sich bis zum Horizont zieht.

Seit den frühen 1990er-Jahren ist die MS Stockholm in der Hocharktis unterwegs. Die Crew kennt diese Gewässer, ihre Wege, Buchten und Eisbedingungen aus vielen Saisons. Gerade in Regionen, die für größere Schiffe oft unerreichbar bleiben, ist dieses Wissen besonders wertvoll. Denn hier bestimmen Wind, Wetter und Eis jeden Tag neu, was möglich ist.

Magische Momente im Eis

Egal, welche Tiere wir sehen – ein Tag oder sogar mehrere Tage im Packeis ganz im Norden sind ein Erlebnis für sich. Wenn das Wetter es zulässt und wir das Schiff über Nacht im Eis „parken“ können, entsteht eine Stimmung, die schwer zu beschreiben ist. Man steht an Deck, schaut hinaus, und überall ist Eis. Eis bis zum Horizont. Eis, so weit das Auge reicht. Und Stille.

Abends stoßen wir an der Bar an, lassen den Tag voller Abenteuer und Entdeckungen ausklingen und lassen die Weite auf uns wirken. Das Packeis ist Lebensraum. Für Robben. Für Eisbären. Für Tiere, die in dieser scheinbar leeren Welt zu Hause sind.

Eisbären ziehen über das Meereis und jagen nach Robben. Sie sind Einzelgänger, und manchmal braucht es viele Stunden geduldiger Suche, bis einer gesichtet wird. Vielleicht sehen wir einen. Vielleicht auch nicht. Doch genau das gehört zur Arktis. Die Tierwelt ist ein Höhepunkt dieser kleinen Schiffsexpeditionen, aber sie ist nicht das Einzige, was bleibt. Auch die Landschaft, das Eis und die wilde Natur selbst übernehmen die Hauptrolle.

Gemeinschaft und Expeditionsgeist

Was mich jedoch immer wieder zurückbringt, ist die Gemeinschaft an Bord. Diese besondere Mischung aus Gästen, Guides und Crew. Man lebt zusammen, entdeckt zusammen, wartet zusammen, staunt zusammen. Auf der MS Stockholm entsteht ein Expeditionsgeist, der tiefer geht als eine gewöhnliche Urlaubsreise.

Für mich ist es mehr als Reisen. Es ist eine Lebensart.

Deine persönliche Arktis-Expedition mit der MS Stockholm

Wer Spitzbergen auf diese persönliche, intensive Weise erleben möchte, findet bei Polaris Tours passende Reisen mit der MS Stockholm. Die kleine Gruppengröße, die Erfahrung des Expeditionsteams und die Nähe zur arktischen Natur machen diese Reisen zu etwas Besonderem – für Fotografierende, Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber und alle, die die Arktis nicht nur sehen, sondern spüren möchten.

Polaris Tours bietet drei unterschiedliche Spitzbergen-Reisen mit der kleinen MS Stockholm in der Saison 2027 an:

  • „Frühling auf Spitzbergen“ führt in winterlich geprägte Landschaften mit Fjordeis, Eisschollen und arktischer Tierwelt – ab 10.165 Euro pro Person inklusive Flug.

  • „Spitzbergen entdecken“ ist die klassische Sommerexpedition mit Eisbären, Walrossen, Hinlopenstraße und eindrucksvollen Gletschern – ab 12.585 Euro pro Person inklusive Flug.

  • „Herbstzauber auf Spitzbergen“ zeigt Spitzbergen im besonderen Licht des Spätsommers mit herbstlicher Tundra, Gletschern, Fjorden und spannenden Fotomotiven – ab 11.375 Euro pro Person inklusive Flug.

Details, aktuelle Verfügbarkeiten und persönliche Beratung zu den Reisen mit der MS Stockholm erhältst Du bei Polaris Tours unter https://www.polaris-tours.de/

Mit der MS Stockholm erlebst Du die Arktis authentisch, intensiv und in einer kleinen, familiären Gemeinschaft. Diese Expeditionen sind mehr als eine Reise – sie sind eine Einladung, die wilde Schönheit und Stille des hohen Nordens mit allen Sinnen zu entdecken.

Beau Pruneau. einer der Expeditionsleiter an Bord der MS Stockholm (Foto Privat)

Beau Pruneau. einer der Expeditionsleiter an Bord der MS Stockholm (Foto Privat)

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Website: rettenmund.com