MSC Cruises und Meyer Werft: Verhandlungen für New Frontier Schiffe laufen

MSC Cruises bestellt bei der Meyer Werft in Papenburg 4-6 neue Kreuzfahrtschiffe (Foto Stieger)

Die Meyer Werft und MSC Cruises haben den aktuellen Stand ihrer Verhandlungen zum Bau von vier neuen Kreuzfahrtschiffen plus zwei Optionen bekanntgegeben. Bereits im Dezember 2025 hatten beide Partner einen Letter of Intent unterzeichnet, der den Grundstein für diesen bedeutenden Auftrag legte. Seither sind die Planungen für das Design der Schiffe und die Vertragsverhandlungen in ein fortgeschrittenes Stadium gelangt.

Komplexe Vertragsverhandlungen auf der Zielgeraden

Die Meyer Werft und MSC Cruises betonen, dass es sich bei dem Vertragswerk um ein umfangreiches und komplexes Projekt handelt, das üblicherweise mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nimmt. Beide Seiten sind jedoch zuversichtlich, die Verhandlungen in den kommenden Wochen erfolgreich abschließen zu können. Sobald dies erfolgt ist, werden sie die Öffentlichkeit entsprechend informieren.

Die „New Frontier“-Klasse: Innovation und Kapazität ab 2030

Die neuen Schiffe werden Teil einer innovativen Schiffsklasse namens „New Frontier“. Mit einer maximalen Passagierkapazität von 5.400 Personen und einer Bruttoraumzahl von rund 180.000 setzen diese Kreuzfahrtschiffe neue Maßstäbe in der Branche. Die Auslieferung der „New Frontier“-Schiffe ist ab dem Jahr 2030 geplant und wird die Auslastung der Meyer Werft bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein sichern.

Historischer Meilenstein für die Meyer Werft und MSC Cruises

Am 16. Dezember 2025 feierten die Meyer Werft in Papenburg und MSC Cruises die Unterzeichnung des Letter of Intent mit großem Enthusiasmus. Der Auftrag umfasst bis zu sechs neue Kreuzfahrtschiffe mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Damit erweitert MSC Cruises seine Flotte erheblich und setzt auf eine zukunftsweisende Partnerschaft mit der renommierten deutschen Werft.

Bedeutung für die Meyer Werft und den Standort Papenburg

Der Auftrag im Wert von bis zu 10 Milliarden Euro sichert die Auslastung der Werft in Papenburg bis 2035 und ist ein starkes Zeichen internationaler Anerkennung für die herausragende Ingenieurskunst vor Ort. Die Zusammenarbeit mit MSC Cruises würdigt zugleich die erfolgreichen Umstrukturierungen und das Sanierungsprogramm der Meyer Werft, das bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll. Dieses Programm umfasst auch die Neptunwerft in Rostock Warnemünde und stärkt die Position der Meyer Werft Gruppe als eine der weltweit führenden Werften im Kreuzfahrtschiffbau.

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