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Mit dem Schiff zum UNESCO-Weltkulturerbe: Kreuzfahrttipps für Kulturliebhaber

St. Petersburg bietet unzählige, faszinierende Sehenswürdigkeiten (Bild Stieger)

Reisen bildet: Bei Städtetrips nimmt das Sightseeing einen wichtigen Platz ein. Auf einer Kreuzfahrt haben Passagiere die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Städten zu besichtigen und sich bei den Landgängen die Kulturdenkmäler mehrerer Länder anzuschauen. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes beinhaltet über 1.000 Stätten in 167 Ländern — dazu zählen Kulturdenkmäler und Naturstätten. Anlässlich des Welttages der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung am 21. Mai 2018 haben die Experten des Kreuzfahrtportals www.Seereisedienst.de einige Highlights aus dieser Liste ausgewählt und zeigen, welche kulturellen Schätze Passagiere auf einer Kreuzfahrt erkunden können.

Die malerischen Grachten in Amsterdams Altstadt sind nicht nur ein schönes Fotomotiv für Touristen, sondern trugen durch ihre ringförmige Anlage zur Funktionalität und dadurch zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Stadt bei. So galt Amsterdam im 17. Jahrhundert als wichtige Handelsstadt. Der Grachtengürtel der Stadt gehört seit 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe. Rund 160 Kilometer entfernt finden Kulturinteressierte das nächste Highlight: In Antwerpen befindet sich das Museum Plantin-Moretus, welches 2005 als erstes Museum der Welt als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurde. Dort finden Besucher die einzig erhaltene Buchdruckerei aus der Zeit der Renaissance und des Barock und damit auch die ältesten Druckpressen der Welt. Christoffel Plantin und sein Schwiegersohn Jan Moretus waren im 16. Jahrhundert die ersten Drucker auf industriellem Niveau. Beide Städte können zum Beispiel während einer Flusskreuzfahrt auf dem Rhein mit der A-Rosa Brava besucht werden.

Valencia — Drei Weltkulturerbestätten in einer Stadt              

Die spanische Hafenstadt wartet gleich mit drei Weltkulturerbestätten auf: Die Seidenbörse „Lonja de la Seda“ mit ihrer gotischen Architektur wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. So soll ihr Säulensaal das Paradies darstellen: Die Kuppeln als Sinnbild für den Himmel und die Säulen als Palmen oder Bäume. Valencias goldenes Zeitalter vom 15. bis 18. Jahrhundert, das sich auf den Seidenhandel mit Amerika, Asien und Nordeuropa zurückführen lässt, hat viele kulturelle Highlights hervorgebracht. In den wöchentlichen Sitzungen des Wassergerichts „Tribunal de las Aguas de la Vega de Valencia“ am Apostelportal der Kathedrale von Valencia werden Streitigkeiten rund um die Nutzung des Flusswassers geklärt. Diese tausendjährige Tradition wurde 2009 als immaterielles Kulturgut anerkannt. Dazu gehören auch die Fallas — ein Fest, das sich dem Handwerk, der Kunst und Kultur widmet und immer im März mit Paraden und Konzerten stattfindet. Wer sich die kulturellen Highlights Valencias vor Ort ansehen möchte, kann das zum Beispiel auf einer der Mittelmeerrouten von MSC Kreuzfahrten.

Tallinn, St. Petersburg und Stockholm — Drei kulturelle Highlights mit Unesco-Weltkulturerbe

Die mittelalterliche Altstadt von Tallinn ist seit 1997 Teil des UNESCO- Weltkulturerbes. Mit ihrem gut erhaltenen Stadtkern ist die Hauptstadt Estlands, die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert hat, beispielhaft für die nordeuropäischen Handelsstädte des Mittelalters. Auf dem Ostseeweg zwischen West- und Osteuropa war sie die Verbindung zwischen dem königlichen Frankreich und dem Russischen Zarenhof in St. Petersburg. Durch die Stadtmauern mit den zahlreichen Türmen war die Hansestadt damals eine der bestgesicherten Städte an der Ostsee. Kreuzfahrer können Tallinn zum Beispiel auf der Baltikum- und Skandinavien-Reise mit der AIDAaura erkunden. Auf dieser Route machen die Passagiere noch Stopp in zwei weiteren UNESCO-Weltkulturerbe-stätten: Bereits seit 1990 ist das historische Zentrum von St. Petersburg als kulturell wertvoll gelistet. St. Petersburg gilt als die europäischste Stadt Russlands, da sich die besten Architekten und Künstler Europas dort verewigten. Die Kombination aus westeuropäischen Baustilen mit russischen Elementen begeistert die Touristen aus aller Welt. Zar Peter der Große ließ die zweitgrößte Stadt des Landes 1703 bauen. Kreuzfahrer sollten sich während des Landgangs auf jeden Fall die Christi-Auferstehungskirche mit den charakteristischen Zwiebeltürmen anschauen. Auch die Eremitage — eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, das sich in der ehemaligen Residenz der Zaren befindet — ist ein absolutes Highlight. Wer neben den Königsschlössern, dem Rathaus und dem berühmten Vasa-Museum noch Zeit findet, kann sich in Stockholm den Waldfriedhof  Skogskyrkogården im Stadtteil Enskede anschauen. Dieser wurde 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Hier werden Touristen auf Gräber berühmter Persönlichkeiten wie zum Beispiel der Schauspielerin Greta Garbo stoßen. https://www.seereisedienst.de/?id=angebot&aid=52071

Malaysia und Singapur — Multikulturelle Stadt und Botanischer Garten       

Einen Schmelztiegel der Kulturen stellt die Altstadt von George Town auf der Insel Penang in der Straße von Malakka dar. Kirchen, Moscheen, Hindu-Tempel oder chinesische Pagoden finden Touristen in der malaysischen Stadt auf engstem Raum. Die 1786 gegründete Stadt war früher ein britischer Handelsort, stand während des Zweiten Weltkrieges unter japanischer Besatzung und wurde 1957 unabhängig. Erst seit 1963 gehört Penang zu Malaysia. Aufgrund der besonderen Stadtgeschichte und seiner kulturellen Vielfalt gilt George Town seit 2008 als UNESCO-Weltkulturerbe. Touristen ist der Besuch von Fort Cornwallis, dem größten noch stehenden Fort in Malaysia zu empfehlen, das zur Zeit der Besiedelung durch Captain Francis Light im Jahre 1786 entstanden ist. Die „Street of Harmony“ mit den verschiedenen Gotteshäusern der unterschiedlichen Religionen ist auch sehenswert. Penang kann zum Beispiel bei einer sechstägigen Kreuzfahrt auf der Voyager of the Seas erkundet werden. Start- und Zielhafen ist dabei Singapur, das selbst auch ein Weltkulturerbe sein eigen nennt: Der Botanische Garten in Singapur ist rund 74 Hektar groß und befindet sich seit 2015 als einziger tropischer Botanischer Garten weltweit auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste. Der meistbesuchte Botanische Garten der Welt hat von fünf Uhr morgens bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei. Nur die größte Orchideenausstellung der Welt mit über 60.000 Pflanzen ist kostenpflichtig.

Atemberaubende Natur- und Kulturgüter in Australien  

Australien wartet gleich mit einer Reihe von Natur- und Kulturgütern auf, die laut UNESCO von besonderer Bedeutung für die Menschheit sind. Dazu zählen Naturareale wie das Great Barrier Reef, die Greater Blue Mountains oder die Nationalparks von West-Tasmanien. Doch Australien hat auch architektonische Welterbestätten zu bieten: Das 1973 eröffnete Sydney Opera House zählt zu einem der großartigsten architektonischen Werke des 20. Jahrhunderts, weshalb es seit 2007 als Weltkulturerbe gelistet wird. Das Opernhaus in Sydney ist mit rund 1.800 Auftritten und Konzerten, über eineinhalb Millionen Zuschauern und über acht Millionen Touristen, die jährlich an einer Führung teilnehmen, Australiens wichtigstes Aufführungs- und Kunstzentrum. Einige berühmte Schauspieler traten hier in ihren Anfangsjahren auf, wie zum Beispiel Mel Gibson und Nicole Kidman. In den sechs Aufführungsorten haben insgesamt 5.000 Besucher Platz. Führungen durch das Opernhaus finden auch mehrmals die Woche auf Deutsch statt. In Melbourne wird die internationale Entwicklung des Landes in Form des Royal Exhibition Building in den Carlton Gardens deutlich, das seit 2004 zum Weltkulturerbe zählt. Das Gebäude verbindet Elemente aus der byzantinischen, romanischen, lombardischen und italienischen Renaissance und spiegelt damit den Einfluss der internationalen Ausstellungsbewegung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wider. Dessen Ziel war es, durch Wissensaustausch einen materiellen und gesellschaftlichen Fortschritt aller Nationen voranzutreiben. Die australischen Kulturhighlights Sydney, Tasmanien und Melbourne können sich Kreuzfahrtreisende zum Beispiel auf der Route der Norwegian Jewel anschauen.

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