Man spricht Deutsch: Kreuzfahrtschiffe mit deutscher Bordsprache

AIDA Cara vor der Elbphilharmonie in Hamburg (Bild AIDA Kreuzfahrten)

Ohne Englisch geht heute – fast – gar nichts mehr. Englisch hat auch unsere Umgangssprache erobert und doch gibt es viele Ferienfans die kein oder nur wenig Englisch sprechen. Und diese bevorzugen natürlich auch eine Reederei, wo Deutsch die Umgangssprache ist. Deutsch ist auf den AIDA Schiffen, der Mein Schiff Flotte, bei Hapag-Lloyd Cruises und den Phoenix-Schiffen wie der MS Amadea, MS Deutschland oder MS Amera Umgangssprache. Aber auch auf den zwei kleinen Schiffen – mit nur 400 bis 500 Passagieren – MS Hamburg und Ocean Majesty spricht man Deutsch.

Von Hans Stieger, Stiegers Kreuzfahrt Tipps

Beim Check-In wird man freundlich auf Deutsch angesprochen und auch wenn Fragen oder Probleme auftreten, kann man sich gut an der Rezeption auf Deutsch verständigen. Alle Informationen (Tagesprogramme, Getränke- und Essenskarten) sind auf Deutsch erhältlich. Mit den guten und hilfsbereiten Geistern an Bord kann man sich – manchmal allerdings nur radebrechend – in seiner persönlichen Sprache verständigen, ohne die wenigen Englisch-Brocken hervorkramen zu müssen. Kreuzfahrtschiffe mit Deutsch als Bordsprache sind im Trend und bei Schweizern, Österreichern und natürlich den Deutschen sehr beliebt.

Ausflüge auf Deutsch

So ist denn für viele Kreuzfahrt-Fans die eine Schiffsreise buchen das Kriterium der Sprache neben der Route – und natürlich dem Preis – eines der Hauptkriterien, um eine Kreuzfahrt zu buchen. Auf den deutsch geführten Schiffen ist es selbstverständlich, dass die von den Reedereien angebotenen Landausflüge in deutscher Sprache angeboten werden. Solche Ausflüge gibt es natürlich auch bei den internationalen Reedereien wie MSC Cruises, Costa Crociere oder Royal Caribbean. Aber meistens ist es so, dass für einen deutschsprachigen Landausflug eine Mindestteilnehmerzahl von 30 oder 40 Personen vorgeschrieben ist. Schwierig dann, wenn wie es mir auf der Celebrity Reflection passiert ist, nur gerade 12 deutschsprachige Personen an Bord sind.

Wer aber trotzdem mit einer der grossen internationalen Reedereien reisen möchte, muss sich trotzdem keine Sorgen wegen der Sprache machen. Fast alle Reedereien haben eine deutschsprachige Reiseleiterin an Bord die regelmässig Sprechstunden abhält und bei Problemen und Fragen weiterhilft. Und natürlich sind auch bei diesen Reedereien Tagesprogramme und Essenkarten auch auf Deutsch erhältlich. Grundkenntnisse in Englisch wären trotzdem von Vorteil.

AIDA Cruises – Marktleader in Deutschland

1996 begann die noch junge Geschichte von AIDA Cruises. Die Reederei nahm mit ihren aktuell 14 Kreuzfahrtschiffen einen rasanten Aufschwung und ist heute in Deutschland klarer Marktleader. In der Schweiz hat man mit nur gerade 1 Prozent Marktanteil (so AIDA-Cruises Chef Felix Eichhorn in einem Interview) noch ziemlich viel Potential. Unverkennbares Markenzeichen der AIDA Schiffe ist der Kussmund am Bug. AIDA macht immer wieder mit überraschenden Ideen und Neuerungen von sich reden. So war AIDA die erste Reederei, die mit LNG (Flüssigerdgas) Treibstoff  (AIDA Nova) in eine umweltfreundlichere Kreuzfahrt-Zukunft fährt. Das Brauhaus, der Beachclub unter ein- und ausfahrbarem Foliendach sind weitere AIDA Neuheiten. AIDA fährt nicht nur die sogenannten „Rennstrecken“ auf den Weltmeeren, sondern mit den vier Schiffen der Selection-Klasse (AIDA Cara, AIDA Mira, AIDA Vita und AIDA Aura) auch auf aussergewöhnlichen Routen.

Phoenix Schiffe – Willkommen zu Hause

Phoenix Reisen ist Newcomern in der Welt der Kreuzfahrt vielleicht noch kein Begriff, die Phoenix Schiffe sind es aber ganz bestimmt. So waren bzw. sind die MS Deutschland und die MS Amadea als Traumschiff für das ZDF und ORF im Einsatz. Aus der ARD-Doku-Serie „Verrückt nach Meer“ mit dem berühmten Kapitän Morten Hansen bekannt sind die MS Albatros und das grösste Schiff der Phoenix Flotte, die Albatros. Und schliesslich zählt seit 2019 noch die MS Amera (ehemalige Prinsendam von Holland America Line) zu Phoenix Reisen. Allen fünf Schiffen gemein ist der Slogan „Willkommen zu Hause“. Und das ist bei Phoenix Reisen nicht nur ein Werbespruch, sondern dies wird auch so gelebt. Ich habe noch selten auf meinen bald 40 Kreuzfahrten eine derart freundliche und zuvorkommende Crew erlebt. Und wo wird man vom Kreuzfahrtdirektor persönlich mit Handschlag begrüsst und verabschiedet (nun ja, in Corona Zeiten wird dies wohl nicht der Fall sein). Und schliesslich nicht ganz unwichtig: Die fünf Phoenix Kreuzfahrtschiffe sind klein und fein mit maximal 590 (MS Deutschland) bis 1’200 Passagieren (Artania) unterwegs. Funparks und Rutschbahnen sucht man übrigens auf den Phoenix Schiffen vergebens. Dafür gibts noch immer ein Gala-Dinner, den bayerischen Frühschoppen und Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

Die Wohlfühl Flotte von TUI Cruises

Die Wohlfühl Flotte von TUI Cruises umfasst aktuell sieben Schiffe (Mein Schiff 1 bis 6 und die Mein Schiff Herz). Eine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff Flotte bietet den Gästen vor allem sorglosen Alles Inklusive Genuss. Alle wichtigen Leistungen an Bord sind bereits im Reisepreis enthalten: vom 5-Gänge-Menü mit Service am Platz über frische Köstlichkeiten aus der Backstube bis hin zu einer großen Eisvielfalt und leckeren Snacks rund um die Uhr – stets in Premium- und Markenqualität. Da Urlaubsgefühle bekanntlich nicht nur durch den Magen gehen, sind auch verschiedene Sport- und Gesundheitsangebote, der Besuch der Sauna nach Wahl, die imposanten Shows und Theatervorführungen sowie spannende Unterhaltung für die Kleinsten durch geschulte Betreuer inklusive. TUI Cruises macht aber auch durch Themen-Kreuzfahrten wie die stets innert Stunden ausgebuchte Full Metal Cruise, den Jeckliner oder den Schlagerliner von sich reden. TUI Cruises betreibt – nach eigener Aussage – die jüngste und umweltfreundlichste Flotte weltweit.

Die zwei Kleinen: MS Hamburg und Ocean Majesty

Beliebt bei deutschsprachigen Gästen sind auch die Schiffe von Hansa Touristik und Plantours Kreuzfahrten. Die zwei Reedereien betreiben nur je ein Kreuzfahrtschiff. Die Ocean Majesty bietet Platz für 500, die MS Hamburg sogar für nur 400 Personen. Allen zwei kleinen Schiffen gemein ist, dass sie spezielle Routen mit Häfen fahren, die größere Schiffe nicht anlaufen können. Routenvielfalt ist der Erfolgsfaktor dieser deutschsprachig geführten kleinen Kreuzfahrtschiffe. Die zwei Schiffe verfügen über ein sehr grosses Stammpublikum und dürften sich gerade in Corona-Zeiten aufgrund ihrer kleinen Passagierzahlen einer grösseren Beliebtheit erfreuen.

Faszinierende: Die MS Ocean Majesty unter der Tower Bridge in London (Bild Hansa Touristik)

Hapag-Lloyd Cruises – die führende deutsche Luxusreederei

„Wir legen Ihnen die Welt zu Füßen. Maximales Wohlfühlen kommt von maximaler Qualität – und die garantieren wir auf jeder unserer Routen“ ist die Maxime der führenden deutschen Luxus-Reederei Hapag-Lloyd Cruises. Die Luxuskreuzfahrtschiffe MS Europa und Europa 2 wurden in der neuesten Ausgabe des renommierten “Berlitz Cruising & Cruise Ships 2020” erneut als einzige Kreuzfahrtschiffe mit Fünf-Sterne-Plus ausgezeichnet. Gäste an Bord der beiden Luxus-Schiffe erwartet aber nicht Smoking, Fliege und Abendkleid, sondern legerer Lifestyle. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten stehen für exzellenten Service und kulinarischen Genuss. Die Luxus-Reederei hat aber vor allem auch einen sehr guten Ruf für Expeditionen. Die neuen Expeditionsschiffe Hanseatic nature, Hanseatic inspiration und Hanseatic spirit (folgt 2021) verbinden Abenteuer mit Komfort auf höchstem Niveau.

1 Antwort

  1. Rainer Buch

    FTI Cruises stellt seine Aktivitäten ein. Wie es mit der FTI Berlin weitergeht, ist derzeit unklar.

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