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Leiser Abschied von Verrückt nach Meer: 500 Mio. Zuschauer sagen Danke

Abschiedsbilder von der 500. und letzten Folge von Verrückt nach Meer (Bilder ab TV Bildschirm)

Am Freitag fiel endgültig die letzte Klappe für die erfolgreichste, längste und abwechslungsreichste Kreuzfahrt-Serie im deutschen Fernsehen. Verrückt nach Meer wurde nach 500 Folgen, 12 Jahren und 24‘520 Sendeminuten eingestellt. 1’15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die letzte Sendung mit den liebgewordenen TV-Protagonisten. Wenn man die Zuschauer vom Freitag hochrechnet, haben über eine halbe Millarde TV-Zuschauer in den letzten 12 Jahren die Reisen der MS Artania, MS Amera, MS Hamburg und MS Albatros mitverfolgt. Der Abschied von Verrückt nach Meer war leise und still. Ein bisschen mehr Würdigung, ein bisschen mehr Stolz auf den Erfolg der Serie und ein bisschen mehr Dankbarkeit an Kapitän Hansen & Co. hätte ich mir in der letzten Sendung allerdings schon gewünscht.

Von Hans Stieger, Kreuzfahrt Blog

Nicht erst seit Kreuzfahrten boomen, sondern schon viel länger haben Kreuzfahrt-Geschichten im deutschsprachigen Raum eine lange Tradition. Das ZDF-Traumschiff feierte kürzlich seinen 40. Geburtstag. Die langjährige TV-Doku-Serie Verrückt nach Meer kann zwar «nur» auf zwölf Jahre zurückblicken, aber dafür auf 500 Folgen in zehn Staffeln. Am 11. Januar 2010 startete Verrückt nach Meer mit der ersten Folge, am Freitag, 4. Februar 2022 war Schluss. Die ARD plant aktuell keine weiteren Folgen der Kreuzfahrt-Serie.

Bye, bye Kapitän Hansen, Reiseleiter Bernd und Moritz und und und….

Seit 12 Jahren gehörten die Kapitäne Hansen, Thorn und Mühlebach, die Reiseleiter Bernd und Moritz, die Kreuzfahrtdirektoren Thomas Gleiss und Klaus Gruschka und der Schweizer Küchenchef Jörg Schwab zusammen mit vielen Passagieren zur Pflicht im Nachmittags-Programm der ARD. Nun sind die interessanten, spannenden und schönen Geschichten mit denen Verrückt nach Meer jahrelang die Kreuzfahrt Fans begeisterte zu Ende. Am Freitag, 4. Februar wurde die 500. Folge („Die Prinzessin sagt Adieu​“) ausgestrahlt, die gleichzeitig das Ende der 10. Staffel und auch das Ende von Verrückt nach Meer besiegelte.

In den Anfangsjahren erzielte die ARD mit der von der Bewegte Zeiten Filmproduktion produzierten Reihe Verrückt nach Meer noch zweistellige Marktanteile beim Publikum. In den letzten Jahren war dies nicht mehr so. Aber mit immerhin 1.15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern bei der Abschiedssendung und 8.5 % Marktanteil (ähnliche Zahlen verzeichneten die vergangen Tage) gehörte die Kreuzfahrt-Serie noch immer zu den erfolgreicheren Sendungen im Nachmittagsprogramm sämtlicher Sender. Und wenn man die eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer der vergangenen Tage sowie die deutlich höheren Zahlen in früheren Jahren hochrechnet, so stellt man fest, dass immerhin über 500 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Reisen der vier Verrückt nach Meer Kreuzfahrtschiffe mitverfolgt haben. Wenn man dann noch die Wiederholungen hinzurechnet, so dürfte sich die Zahl gegen eine Milliarde bewegen.

Die Verrückt nach Meer Schiffe: Albatros, Artania, Amera und Hamburg

Die 500 Folgen Verrückt nach Meer wurden auf vier verschiedenen Kreuzfahrtschiffen gedreht. Als Gastgeberin der ersten drei Staffeln fungierte die Albatros, liebevoll Weisse Lady genannt. Die Albatros wurde 2020 an einen ägyptischen Investor verkauft, der das Schiff eigentlich als Hotel nutzen wurde. Daraus wurde nichts, inzwischen landete die Albatros auf dem grössten Schiffsfriedhof der Welt, im indischen Alang. Die folgenden Staffeln wurden auf der Artania, der Grand Lady gedreht. Ein weiteres Schiff von Phoenix Reisen, die „Prinzessin“ MS Amera diente zuletzt als Drehort für Verrückt nach Meer. Während die drei Schiffe Albatros, Artania und Amera alle vom Bonner Veranstalter Phoenix Reisen stammen, kam 2019 noch eine Staffel mit der MS Hamburg von Plantours Reisen hinzu.

Leiser und stiller Abschied – ein bisschen mehr Würdigung wäre angebracht gewesen

Am Freitag war nun endgültig Schluss: Verrückt nach Meer ist nicht mehr, bzw. es werden keine neuen Folgen gedreht. Der Abschied war leise und still. Ich hätte mir als Dank an die Crew, an die Produzenten, aber auch an die vielen Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer einen würdigeren Abschied gewünscht. Einen persönlicheren Abschied von den beliebten Kapitänen Morten Hansen, Jens Thorn und Elmar Mühlebach, den Kreuzfahrtdirektoren Thomas Gleiss und Jörn Hofer, den Reiseleitern Bernd und Moritz, Patisserie-Chefin Roberta, Flottenchef Fritz Pichler und den vielen anderen Protagonisten der Serie (man möge mir verzeihen, dass ich nicht alle namentlich erwähne). Ein bisschen mehr Würdigung, ein bisschen mehr Stolz auf 12 erfolgreiche und gute Jahre Verrückt nach Meer und ein bisschen mehr Danke an die beliebten Protagonisten der Serie wäre für mich wünschbar gewesen.

Zum Schluss bleibt der Trost, dass nach wie vor Wiederholungen in der ARD ausgestrahlt werden. Und wer live und persönlich eine Kreuzfahrt mit der MS Artania und MS Amera erleben möchte. Die beiden Schiffe können in allen guten Reisebüros gebucht werden (wie natürlich auch die beiden Traumschiffe MS Deutschland und MS Amadea).

Interviews mit Verrückt nach Meer Crew-Stars

Im Verlauf der Jahre wurden im Kreuzfahrtblog verschiedene Interviews mit den Stars aus Verrückt nach Meer veröffentlicht. So mit dem beliebten Kapitän Morten Hansen, Reiseleiter Moritz Stedtfeld und anderen. Hier die Links

Kapitän Morten Hansen: Verrückt nach Meer erzählt das echte Leben an Bord

Verrückt nach Meer Reiseleiter Bernd Wallisch: Das Glas ist bei mir immer halb voll und nie halb leer

MS Amera Kapitän Jens Thorn: Ein Seemann hat immer Fernweh

Kreuzfahrtdirektor Moritz Stedtfeld: „ Jeder Gast hat seine eigene Geschichte“

Reiseleiterin Kiona: Wie das Landei aus Grabstede Amerikaner mit Seemannsliedern begeisterte

Christian Baumann über die Gründe seines Abschieds von Verrückt nach Meer

Verrückt nach Meer – Die Kochbücher zur Serie mit über 120 Rezepten

8 Antworten

  1. Ich habe gefühlt auch alle 500 Folgen gesehen,manche sogar mehrmals, und war sogar selbst an Bord, als die Albatros im Amazonas auf der Sandbank festgelegen hat,2011. Ich hätte in der Sendung gerne mehr von den Ausflügen und Traumzielen gesehen, aber da wurde immer schnell wieder zurück aufs Schiff geschwenkt, wo man zum 100. mal dem Lademeister bei der Warenkontrolle oder der Küchenhilfe beim Schnippeln zugucken durfte. Das wurde auch langweilig, deshalb ist es jetzt auch gut, wenn es zu Ende ist. Als Kreuzfahrtfan verfolge ich jetzt auf Youtube die Weltreise der Aida mar, sehr interessant! Trotzdem noch mal Danke an alle Protagonisten (Interessant war auch, wie sich die Familienverhältnisse einiger Beteiligter im Laufe der Jahre verändert haben…;))

  2. Schade,schade das Aus von “Verrückt nach Meer”.Für nicht so erfolgreiche Sendungen,wird das Geld rausgeworfen.
    Für was zahlen wir,wenn der Zuschauer nicht gehört wird,was er schauen möchte.

  3. Ich werde es einfach vermissen 😭😘😘

  4. Agnes Westerhof

    Sehr schöne Serie. Heute war mit der Golden Gate Bridge. Die Frage bleibt immer noch : Sind die Tomaten gewachsen von dem Sadgut was die Zwillingen Christel und Heidi gekauft haben. Da kann ARD eine Sendung von machen. Die wiederholungen sind genau so schön und gut. ARD sende es bitte weiter aus. Irgend wann ist mit alles schluss. Und dass ist auch gut. Schön bleibt es für immer. Liebe Grüsse aus Holland Agnes Westerhof WRITERHOF.NL

  5. ICH HABE FAST ALLE FOLGEN GESEHEN ! WENN ICH EINE VERPASST HABE HAB ICH VOM INTERNET RUNTERGELADEN ! ICH BIN JETZT 83 JAHRE ALT UND VERMISSE DEN KAPITÄN HANSEN SEHR ! VOR ALLEM WENN ES NACH SCHWEDEN GING – WEIL ICH DORT MAL IM URLAUB WAR ! DIE GLATTEN STEINE AM UFER ! ABER DAS WASSER WAR ZU KALT !

  6. Klaus Duddeck

    Man kann natürlich “Verrückt nach Meer” und “Traumschiff” nicht in einen Pott werfen. Aber so ganz “echt” war VnM auch nicht; denn hier wurden ausgewählte Personen oft vom Schiff aus mit der Kamera zu Ausflugszielen begleitet, die für normale Passagiere nicht auf dem vorgegebenen Programm standen.
    Das habe ich selbst im September 21 auf der Prinzessin mitbekommen, als in Oslo ein Paar auf eine Skipiste geführt wurde, die auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage installiert war.
    Meine Frau und ich hatten uns vor Jahren für “Verrückt nach Fluss” beworben. Aber als wir ein Video von uns schicken sollten, haben wir aus technischen Gründen verzichtet.
    Ahoi Klaus Duddeck aus Mülheim an der Ruhr

  7. Ueber das Ende von “Verrückt nach Meer” waren wir genauso wie Hans Stieger sehr enttäuscht. Ein etwas mehr “ehrenvoller” Abschied, in dem vielleicht auch die sehr beliebten Protagonisten wie Kapitän Hansen oder Reiseleiter Bernd sich von ihrem Publikum mit einigen persönlichen Worten hätten verabschieden können, wäre unseres Erachtens mehr als angebracht gewesen. Dies ungeachtet, ob nun diese Sendung etwas aus der Zeit gefallen ist, oder nicht. Vielen Zuschauern und Kreuzfahrtfans (so auch uns) hat diese Sendung sehr viel Freude gemacht und man durfte auch den einen oder anderen Ort “besuchen”, den man vielleicht noch nicht kannte oder der Erinnerungen an eigene Reisen geweckt hat. So aber hiess es einfach, das war nun die 500. Sendung, und fertig. Das ist undankbar und – sorry für den Begriff – würdelos. Herzliche Grüsse, R & C

  8. kaspar müller

    Guete Morge Hans,
    Einmal mehr herzlichen Dank für Deine aktuellen Infos betreffend
    “Cruising”. Leider bin ich heute mit Dir nicht einverstanden was die Sendung “verrückt nach Meer” betrifft. Alles hat einmal ein Ende. Die Liebesromanzen der Jungköchinnen, der gute Kapitän Hansen und die sehr einfach gestrickten Shows und Geschichten auf der angestaubten Artana war am Ende schlicht und einfach ein Repeater ohne Ende. Das Gleiche betrifft doch auch das Traumschiff mit den Herren Silbereisen und Schmidt die in ihren Rollen einfach peinlich wirken wie die an den Haaren herbeigezogenen Affairen und gebeichteten Seitensprünge der “VIP”Passagiere. Wenn einfach alle attraktiven Häfen und Länder rund um die Welt besucht und alle Ehekriesen, Familiendramen und Seitensprünge an Bord produziert sind wird es schwierig gute, neue Folgen zu produzieren.
    Mit herzlichen Grüssen Kaspar

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