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Havila Voyages muss keine neuen Schiffe bauen, um die Null-Emissions-Ziele zu erreichen

Einfahrt der Havila Castor in den Hjørundfjord (Foto Havila Voyages)

Die deutsche Umweltorganisation NABU hat Havila Voyages in ihrem Kreuzfahrt-Ranking für das Jahr 2023 an die Spitze gesetzt, basierend auf den Bemühungen des Unternehmens um nachhaltige Lösungen und reduzierte Kohlenstoffemissionen. „Wir müssen keine neuen Schiffe bauen, um unsere Null-Emissions-Ziele zu erreichen“, sagt CEO Bent Martini.

In den letzten Jahren hat der NABU ein Ranking der weltweiten Kreuzfahrtunternehmen auf der Grundlage ihrer Bemühungen um eine umweltfreundlichere Branche erstellt. Havila Voyages wurde 2023 zum ersten Mal in das Ranking aufgenommen und landete gleich beim ersten Versuch auf dem ersten Platz.

Fokus auf Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit ist richtig und vor allem wichtig

„Es ist immer schön, von Umweltorganisationen für unsere Arbeit anerkannt zu werden, und dies ist keine Ausnahme. Es zeigt, dass unser Fokus auf Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit richtig und vor allem wichtig ist“, sagt Bent Martini, CEO von Havila Voyages.

Der NABU weist darauf hin, dass die Kreuzfahrtindustrie noch einen langen Weg vor sich hat, aber das Ranking zeigt auch, dass die richtigen Schritte unternommen wurden. Das letztjährige Spitzenunternehmen erreichte nur 50 Prozent der erreichbaren Punkte, während Havila Voyages in diesem Jahr auf fast 65 Prozent kommt.

„Wir freuen uns, dass der NABU endlich auf uns aufmerksam geworden ist und uns in das diesjährige Ranking aufgenommen hat. Ehrlich gesagt, glauben wir, dass wir im letzten Jahr übersehen wurden, und dieses Jahr hatten wir einige Erwartungen, dass wir eine hohe Punktzahl erreichen würden“, sagt Martini.

Die Wahl des richtigen Biogases

Der NABU ist skeptisch gegenüber Flüssigerdgas (LNG) als Brückentechnologie und Biogas als Maßnahme zur Klimaneutralität. Der NABU betont, dass Biogas ausschließlich aus Abfallprodukten erzeugt werden darf und unter anderem kein Palmöl in den zukünftigen Biogastanks landen darf.

„Wir respektieren die Haltung des NABU zu LNG, aber für uns ist der Einsatz von LNG jetzt die richtige Entscheidung. Unter anderem deshalb, weil wir die lokalen NOx- und SOx-Emissionen um über 90 Prozent reduzieren und unsere Hybridfunktion mit LNG und großen Batteriepaketen unsere CO2-Emissionen im Vergleich zu Schiffen, die mit herkömmlichen fossilen Brennstoffen betrieben werden, um über 35 Prozent verringert“, so Martini.

“Was das Biogas betrifft, so haben wir sehr deutlich gemacht, dass wir nur in Norwegen produziertes Biogas verwenden wollen, das aus Abfallprodukten, z.B. aus der Fischindustrie oder der Landwirtschaft, gewonnen wird. Damit stellen wir sicher, dass es sich um die richtige Art von Biogas handelt, wie der NABU betont.”

Erklärtes Ziel von Havila Voyages ist es, die Klimaneutralität seiner Flotte bis 2028 und Null-Emissionen bis 2030 zu erreichen. “Wir könnten heute schon klimaneutral sein, indem wir Biogas verwenden, ohne unsere Schiffe zu verändern, aber die Verfügbarkeit und der Preis sind Herausforderungen”, erklärt Martini.

“Unser Plan für 2030 ist es, eine emissionsfreie Kraftstoffalternative zu verwenden, wobei Wasserstoff derzeit die beste Lösung für uns zu sein scheint. Dazu sind einige kleinere Änderungen an unseren Schiffen erforderlich. Im Klartext heißt das, dass wir keine neuen Schiffe bauen müssen, um unsere Null-Emissions-Ziele zu erreichen. In dieser Hinsicht sind wir heute wahrscheinlich ziemlich einzigartig – nicht nur in Norwegen, sondern auch weltweit“, so Martini abschließend.

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