20 Gründe Wien zu lieben – von Schloss Schönbrunn bis zur Donau

Schloss Schönbrunn in Wien (Bild Stieger)

Die österreichische Hauptstadt Wien gilt als eine der schönsten, lebens- und liebenswertesten Städte der Welt. Eine berühmte Oper, schöne Parks, historische Sehenswürdigkeiten, Wohnhäuser, die aussehen wie Paläste und natürlich die berühmte blaue Donau machen Wien zu einem begehrten und beliebten Ziel von Städtereisen. 20 Sehenswürdigkeiten von Prater, über Hofburg bis zum Zentralfriedhof und Schloss Schönbrunn machen Wien zu jeder Reisezeit zu einem Städte Highlight.

Prater: Es ist das grosse Wahrzeichen Wiens, das Riesenrad im Prater, das sich seit 1897 im Kreis dreht. Die Aussicht ist sensationell und die Kabinen wurden vor einigen Jahren nach den Original Plänen restauriert. Gefüllt mit turbulenten Achterbahnen, grusligen Geisterbahnen und Attraktionen aller Art für Gross und Klein – kaum sonst wo auf der Welt findet sich ein ähnlicher Platz, der alle Sinne auf so mitreißende Art und Weise herausfordert. Spaß haben und geniessen – so lautet das Prater Prinzip!

Schloss Schönbrunn – schön, adrett und kitschig

Schloss Schönbrunn: Der Schlosspark ist schön, adrett und kitschig und da fällt einem gleich Peter Alexanders Liebeserklärung ein „Wien, Wien nur Du allein, sollst stets die Stadt meiner Träume sein“. Schloss Schönbrunn ist zweifellos die Nr. 1 Sehenswürdigkeit in Wien! In den original ausgestatteten kaiserlichen Prunkräumen bekommen die Besucherinnen und Besucher Einblicke, wie einst Maria Theresia, Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, auch als Sisi bekannt, residierten. Die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger, ursprünglich im 17. Jahrhundert von Kaiser Leopold I. bei dem Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach beauftragt, hat eine spannende Geschichte, die man bei verschiedenen Touren durch Schloss Schönbrunn entdecken kann.

Wiener Kaffeehaus: Das Kaffeehaus ist für viele Wienerinnen und Wiener ihr zweites Zuhause. Leider sind die berühmten Cafés wie Demel oder natürlich das Sacher oft viel zu voll. Weichen Sie lieber ins Café Imperial im gleichnamigen Hotel aus. Die einzigartige Atmosphäre ist kostenlos. In dem Palast an der Ringstraße steigen Weltstars und die großen Dirigenten ab (www.imperial-vienna.com). Eine Herberge der „Einmal-im-Leben“-Kategorie. Neben der Sachertorte gilt die Imperial-Torte als Glanzstück Wiener Konditoren Kunst. Nach einem Geheimrezept aus Mandeln, Marzipan und Schokolade. Ein weiterer Tipp ist das Café Central, wo einst schon Freud und Trotzki Stammgäste waren. Im Central serviert der Oberkellner persönlich den Einspänner oder die Mehlspeise.

In die Wiener Staatsoper für nur 4 Euro

Wiener Staatsoper: In der Walzerstadt Wien liegt Musik in der Luft. Leider sind Karten für die Staatsoper teuer und zumeist auch ziemlich rar. Ein guter Platz kostet schnell einmal weit über 200 Euro. Dabei können Wiener Touristen und Einheimische die Wiener Staatsoper schon für lächerliche 4 Euro besuchen – mit einem Stehplatz Ticket. Dieses gibts ab 80 Minuten vor Beginn an der Abendkasse, Eingang Operngasse. Zeitig anstellen! Im Mai, Juni und September werden Aufführungen wie „Rigoletto“ und „Der Barbier von Sevilla“ kostenlos auf einer Leinwand am Karajan-Platz übertragen.

Wiener Schnitzel: Das Schnitzel ist den Wienern immer noch heilig und auch für die meisten Touristen ein absolutes Muss. Da stört es auch keinen, dass es ursprünglich aus Mailand stammt. Wo’s das beste gibt? In Reiseführern wird das 1905 eröffnete Lokal Figlmüller als „The home of the Schnitzel“ gerühmt. Figlmüller schreibt: „Beim Figlmüller reicht der Genuss bis über den Tellerrand und trotz der Größe isst sich unser Schnitzel doch ruckzuck. Warum? Weil’s wunderbar schmeckt – zart, saftig und umhüllt von rescher Panier.“

Ein Muss bei jedem Wien Besuch: Das Riesenrad (Bild Stieger)

Ein Muss bei jedem Wien Besuch: Das Riesenrad (Bild Stieger)

Haus des Meeres: Ein Erbe der Nationalsozialisten. In Wien stehen sechs Flaggtürme aus dem 2. Weltkrieg. Der Hochbunker am Fritz Grünbaum Platz wird seit 1958 als Aquarium genutzt. Das Haus des Meeres verteilt sich auf zehn Etagen und zeigt auf über 5000 m² mehr als 10.000 Tiere. Der Schwerpunkt liegt bei Fischen und Meerestieren vorzugsweise aus dem Mittelmeer und aus tropischen Gebieten mit Piranhas, Meeresschildkröten und Korallen. Wer genug von den Fischen hat, geht ganz nach oben. Dort bietet sich ein wunderbarer Blick auf die Wiener Innenstadt.

Johann Strauss Denkmal: Im Wiener Stadtpark befindet sich das weltberühmte Johann Strauss Denkmal. Das schönste Monument Wiens wurde 1921 eröffnet und hat mittlerweile Nachbildungen in Kuba, China und Japan. Das vergoldete Bronzestandbild zeigt den Wiener Walzerkönig auf einem Marmorsockel stehend mit einer Geige in der Hand.

Donau mit dem Schiff erleben

Das Hundertwasser Haus: Der Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser liebte es grün und bunt und hatte eine Abneigung gegen gerade Linien. Sein Mitte der 80er Jahre errichtetes Hundertwasser Haus zieht auch heute noch Busladungen an Touristen an. Es beherbergt die weltweit einzige permanente Hundertwasser-Ausstellung, die Einblicke in alle Schaffensbereiche (Jugendwerk, Malerei, Originalgraphik, Tapisserie, Angewandte Kunst und Architektur) des Künstlers bietet. Aber auch die Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien solle man sich anschauen. Schon aus der Ferne erkennt man die künstlerische Gestaltung von Hundertwasser.

Donau: Eine Dampferfahrt auf der Donau beginnt für die meisten Touristen auf dem Donau Kanal. Der Donaukanal (auch „Kleine Donau”) entstand im Zuge der Donauregulierung in den Jahren 1870 bis 1875. Er ist der südlichste ursprüngliche Donauarm in Wien, in seiner heutigen Form 17,3 Kilometer lang und fließt an der Wiener Altstadt vorbei. Wien lässt sich bequem vom Wasser aus erkunden: Von April bis Oktober bietet die DDSG Blue Danube auf sechs Schiffen Sightseeing-Rundfahrten auf Donaukanal und Donaustrom an.

Burgtheater: Die Wiener lieben Theater und das Burgtheater ganz besonders. Das Haus gilt als eine der wichtigsten Spielstätten im deutschsprachigen Raum. Das alte Burgtheater befand sich seit 1748 am Michaelerplatz. Im Oktober 1888 wurde das neue Haus am heutigen Universitätsring eröffnet. Nachdem dieses 1945 infolge von Bombenangriffen vollständig ausgebrannt war, diente das Ronacher bis zur Wiedereröffnung am 14. Oktober 1955 als Ausweichquartier. Das Burgtheater ähnelt äusserlich der Dresdner Semperoper und gilt als österreichisches Nationaltheater.

Die Gräber von Kaiser Franz Joseph und seiner Kaiserin Sisi in der Kapuzinergruft (Bild Stieger)

Kapuzinergruft – wo Monarchen die letzte Ruhestätte fanden

Kapuzinergruft: Ein weiterer Grund Wien zu lieben ist ein unterirdischer Friedhof mitten im Stadtzentrum. In der Kapuzinergruft sind sie alle zu Grabe getragen, 150 Monarchen, Könige, Kaiser und Hochwohlgeborene aus längst vergangenen Tagen bis hin zu Kaiserin Zita, die ihren Lebensabend im schweizerischen Zizers verbrachte. Viele Österreicher trauern noch immer der Kaiserzeit nach und so liegen auch heute noch immer wieder frische Blumen vor dem Grab der am 10. September 1898 in Genf ermordeten Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Kaiserin Sisi (mit einem S, nur im Film hiess die Kaiserin Sissi).

Donnerbrunnen: Der Donnerbrunnen – einige Meter von der Kapuzinergruft entfernt – steht dort seit 1739. Brunnen gibt es viele in Wien, aber dieser ist besonders. Kaiserin Maria-Theresia empfand den Brunnen als viel zu freizügig und wollte die Figuren einschmelzen lassen, was sie dann aber doch nicht tat. Um den Hintern des nackten Jünglings rankt das Gerüchte, dass wer ihn berührt sein Liebesleben steigern soll. Aktuell wurde der Donnerbrunnen allerdings wegen eines Neubaus abgebaut und ein neuer Standort ist noch nicht bekannt.

Ringstrasse: Der Prachtboulevard der Wiener heisst schlicht Ringstrasse und führt einmal rund um den alten Stadtkern. Hier wohnten um des Kaisers Zeiten die reichen Bürger Wiens. Doch auch heute ist es äusserst kostspielig in den schönen Jugendstil-Häusern zu wohnen.

Kaiser Appartements: In der Hofburg residierte früher – nein nicht Romy Schneider – die echte Sisi, die mit einem S. Deshalb sind die Kaiser Appartements eine echte Touristenattraktion. Die Kaiserappartements gewähren Einblick in die private Wohnatmosphäre von Kaiser Franz Joseph und seiner Sisi. Touristen sehen das Schlafzimmer der Exzellenzen ebenso wie das Toilettezimmer sowie viele weitere historisch-authentisch ausgestattete imperiale Räume.

150 Meter hoher Blick vom Donauturm auf Wien

Donauturm: Der Wiener Fernsehturm wurde 1964 eingeweiht und hat einige Ähnlichkeit mit dem 5 Jahre später eingeweihten Berliner Fernsehturm. Zufall? Wohl kaum. Der Wiener Fernsehturm zieht allerdings in Sachen Grösse den Kürzeren. Der Fernsehturm am Alex bringt es auf 368 Meter, der Donauturm in Wien auf „nur“ 252 Meter. Mit dem Expresslift geht es im Donauturm auf die Aussichtsterrassen in 150 Metern Höhe zu einem unvergesslichen 360° Panorama. Das macht den Donauturm zum beliebten Ausflugsziel und zum perfekten Ausgangspunkt für alle, die die Stadt entdecken wollen.

Schloss Belvedere: Im für Prinz Eugen von Savoyen erbauten Schloss Belvedere wollen alle nur das eine, eines der berühmtesten Gemälde der Welt bewundern: Den Kuss von Gustav Klimt. Der Kuss (Liebespaar) von Gustav Klimt zeigt ein umschlungenes Paar in einer üppigen Blumenwiese an einem Abhang, umhüllt von reich verzierten Roben. Das Bild entstand 1907/08 am Höhepunkt von Klimts „Goldener Periode“.

Wiener Fiaker: Tierschützer und Autofahrer gehören nicht zu ihren Fans, aber die Fiaker gehören schlicht zum Bild von Wien. Wenn die Pferde noch frischen Pferdemist hinter sich herziehen, fühlen wir uns gleich wie im Urlaub. Als Fiaker wird sowohl eine zweispännige Lohnkutsche bezeichnet als auch deren Kutscher.

Wotrubakirche: In Wien steht beinahe an jeder Ecke eine Kirche. Da gibt es Grosse Gotteshäuser wie den Stephans Dom, schöne wie die Karls Kirche oder eine ganz ungewöhnliche namens Wotrubakirche. Die Wotrubakirche, auch Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit, ist eine römisch-katholische Kirche und wurde von 1974-1976 aus Betonblöcken erbaut. Der Pfarrer ist nicht der Herr Pfarrer, sondern einfach der Franz und gepredigt wird von Männern und Frauen. Dies ist wohl auch das Erfolgsgeheimnis der Wotrubakirche. Die Gottesdienste erfreuen sich äusserst regen Zuspruchs.

330’000 Gräber auf dem Zentralfriedhof von Udo Jürgens bis Hans Moser

Zentralfriedhof: Der Wiener Zentralfriedhof ist mit 330’000 Gräbern auf 2.5 km2 eine der grössten Begräbnisstätten Europas. Im Zentralfriedhof sind Christen, Juden und Muslime beerdigt und viele Berühmtheiten wie Johann Strauss, Franz Schubert, Johannes Brahm oder Ludwig van Beethoven. Aber auch Persönlichkeiten aus jüngerer Zeit wie Udo Jürgens, Falco, Hans Moser, Theo Lingen oder Curd Jürgens haben ihre letzte Ruhe in dieser toten Stadt gefunden.

Vienna Pass: Und zum Schluss noch der Wichtigste Tipp: Mit dem Vienna Pass lässt sich Wien am einfachsten und günstigsten erkundigen. Der Vienna Pass ist DIE Sightseeing Karte für jeden Wien Touristen. Der Pass ermöglicht es, die geschichtsträchtige Stadt an der Donau mit den gelben Hop On Hop Off Bussen von Vienna Sightseeing Tours zu erkunden. Der Vienna Pass gewährt freien Zutritt zu über 60 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Wiens (teilweise sogar mit Fast-Track-Eintritt ohne anstellen), unter anderem für die Hofburg, den Tiergarten Schönbrunn, das Riesenrad oder Schloss Belvedere. Den Vienna Pass kannst Du in Wien oder schon im Voraus bei GetYourGuide erwerben.




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