1. Home
  2. /
  3. Blog
  4. /
  5. Kreuzfahrten Live
  6. /
  7. Von AIDA Cruises verwöhnt,...

Von AIDA Cruises verwöhnt, auf MSC World Europa enttäuscht

MSC World Europa in Doha (Katar) - Foto MSC Cruises

Eine Kreuzfahrt auf der MSC World Europa sollte für Kreuzfahrt Fan Robin Halle ein besonderes Erlebnis werden – schliesslich bringt er jahrelange Erfahrung von 54 Reisen mit AIDA mit. Doch schon nach wenigen Minuten an Bord wich die Vorfreude der Ernüchterung: Zu laut, zu unpersönlich und viele versteckte Zusatzkosten prägten das Reiseerlebnis. Trotz moderner Ausstattung und abwechslungsreicher Unterhaltung fehlten die Herzlichkeit und das vertraute Kreuzfahrtgefühl, das Halle bei AIDA Cruises schätzen gelernt hatte. Seine Erfahrungen mit der MSC World kannst Du hier in der Schwäbischen ausführlich nachlesen.

Robin Halle, langjähriger AIDA-Gast mit 54 Kreuzfahrten, entschied sich erstmals für eine andere Reederei und buchte über das Internet eine einwöchige Mittelmeer-Kreuzfahrt mit MSC Cruises an Weihnachten. Die Route führte ihn mit der MSC World Europa ab Genua über Civitavecchia/Rom, Messina, La Valletta, Barcelona und Marseille zurück nach Genua. Für zwei Personen mit Balkon-Kabine summierten sich alle Kosten inklusive Getränkeflat, Wlan und Anreise auf knapp 3321 Euro für sieben Tage – ähnlich wie bei vergleichbaren AIDA-Reisen. Halle liess sich bewusst nicht von Vorberichten beeinflussen und ging offen an das neue Schiff heran.

Perfektes Einschiffen – Ernüchterung folgt schnell

Der Check-in verlief reibungslos, das Gepäck kam zügig auf die Kabine, aber schon die erste Erkundung der Einkaufszone auf drei Decks entpuppte sich als Enttäuschung. Überall dröhnte laute Musik, und das Gedränge in der zentralen Passage und vor den Fahrstühlen minderte schnell die Urlaubsstimmung. Besonders störte das ungewohnte Aufzugssystem, bei dem für jede Fahrt die gewünschte Etage eingegeben werden muss, was zu langen Wartezeiten führte.

Kabine mit Innenbalkon – Unerwartete Überraschung

Die gebuchte Balkonkabine entpuppte sich als Zimmer mit Innenbalkon zur Promenade und nicht zum Meer. Erst der Blick in die Reiseunterlagen klärte auf, dass die Kategorie „Balkon BB“ einen solchen Innenbalkon beschreibt. Robin Halle schreibt in seinem Reisebericht in der Schwäbischen: “Auf die Idee, dass „BB“ Innen bedeutet, bin ich beim Buchen nicht gekommen. Mein Fehler also. Und doppelt frustrierend: Auf dem Innen-Balkon ist das Rauchen verboten. Spätestens jetzt ist meine Laune komplett im Keller.”

Buffetrestaurant mit Schlangen und lautem Ambiente

Auch das erste Mittagessen hinterliess einen schlechten Eindruck: Erst langes Suchen nach einem Tisch, dann Schlangestehen am Buffet – mit Plastiktellern statt Geschirr. Die Geräuschkulisse blieb hoch, unter anderem, weil viele italienische und internationale Gäste an Bord waren. Deutsche Reisende waren nur vereinzelt zu hören.

Stärken beim Service und Abendessen

Positiv hebt Halle das qualitativ gute Abendessen im À-la-carte-Restaurant hervor, ebenso den freundlichen, kompetenten Service seines Kellners Abdulatif. Doch die starr zugewiesenen Tische führten zu wenig Kommunikation am Tisch und machten das kulinarische Erlebnis für Halle wenig spannend.

Fehlende Kreuzfahrt-Atmosphäre und Zusatzkosten

Beim Auslaufen der Häfen vermisste Halle das emotionale Ritual und die Musik, wie er es von AIDA kannte. Zwar überzeugten die Shows an Bord, die vielfältigen Shoppingmöglichkeiten und die moderne Ausstattung. Allerdings waren viele Angebote wie Wellness, Kino, Spezialitätenrestaurants und selbst das Wasser aus der Minibar trotz Getränkepaket kostenpflichtig. Gäste ohne Mehrkosten-Budget waren so faktisch auf drei Restaurants beschränkt.

Chaos rund um das Anlaufen von Barcelona

Ein besonderer Kritikpunkt war die Einfahrt nach Barcelona am zweiten Weihnachtstag: Wegen schlechtem Wetter durfte das Schiff erst nachmittags anlegen, wodurch viele Gäste ihre Heimflüge verpassten. Für Halle bedeutete dies, dass nur anderthalb Stunden Zeit in Barcelona blieben. Das Ausschiffen gestaltete sich chaotisch mit langen Wartezeiten und zusätzlichem Ärger über einen kostenpflichtigen Shuttle in die Stadt.

Heiligabend empfand Halle als solide, aber emotionslos, mit gutem Abendessen, aber ohne besondere Momente wie das traditionelle „Stille Nacht“-Singen auf AIDA.

Fazit – Zu laut, zu voll, zu viele Extrakosten und wenig Persönlichkeit

Am Abreisetag musste die Kabine bereits früh geräumt werden, das Ausschiffen verlief unpersönlich und wirkte auf Halle wie ein Rauswurf. Insgesamt bezeichnet er seine erste Kreuzfahrt mit MSC Cruises als enttäuschend: Die Reise war geprägt von zu viel Lärm, überfüllten Bereichen, vielen Zusatzkosten und einem unpersönlichen Gesamteindruck. Was Halle besonders vermisste, war Herzlichkeit und die vertraute Kreuzfahrtatmosphäre. Für ihn steht fest: „Nie wieder MSC.“

Die wichtigsten Kritikpunkte der MSC Kreuzfahrt 

1. Lautstärke und Atmosphäre Bereits nach dem Betreten der MSC World Europa fiel die hohe Lautstärke in den öffentlichen Bereichen auf. Besonders die dreistöckige Einkaufszone war durchgehend mit lauter Musik beschallt. Auch im Buffetrestaurant herrschte eine angespannte, geräuschintensive Atmosphäre, bedingt durch viele laut sprechende Gäste, insbesondere aus Italien und anderen Ländern. Dies führte dazu, dass eine entspannte Urlaubsstimmung für viele Reisende schwer aufkam.

2. Organisation und Wartezeiten Vor den Fahrstühlen bildeten sich regelmässig grosse Menschenansammlungen. Das ungewohnte Fahrstuhl-System, bei dem vor der Fahrt jeweils das gewünschte Deck auf einem Display eingegeben werden muss und ein Fahrstuhl per Buchstabe zugewiesen wird, sorgte für Unmut. Besonders während der Stosszeiten kam es dadurch zu langen Wartezeiten, was als unpraktisch und wenig benutzerfreundlich wahrgenommen wurde.

3. Kabinenkategorie und Transparenz Ein weiterer Kritikpunkt betraf die gebuchte Balkonkabine, die sich als Kabine mit Innenbalkon zur Promenade und nicht zum Meer entpuppte. Die Bezeichnung „Balkon BB“ war laut Erfahrungsbericht irreführend, da sie nicht eindeutig darauf hinweist, dass der Balkon keinen Meerblick bietet. Dazu kam es zum Frust über das Rauchverbot auf dem Balkon. Die Informationen zu den Kabinenkategorien wurden als wenig transparent empfunden.

4. Verpflegung und Essenssituation Sowohl beim ersten Mittagessen als auch während der gesamten Reise traten Engpässe im Buffetrestaurant auf. Es dauerte teilweise lange, einen freien Tisch zu finden. Zudem mussten sich die Gäste mit Plastiktellern am Buffet bedienen. Erst beim Abendessen an fest zugewiesenen Tischen im Restaurant gab es klassisches Geschirr. Die Qualität des Essens wurde zwar insgesamt positiv bewertet, doch das Gedränge und das laute Ambiente minderten die Erfahrung.

5. Internationale Durchmischung und Kommunikation Die Kommunikation an Bord war geprägt durch vielsprachige und manchmal schwer verständliche Ansagen. Zudem war der Anteil deutschsprachiger Gäste gering, was für Urlauber, die Wert auf eine deutschsprachige Atmosphäre legen, enttäuschend sein kann. Die deutschsprachige Betreuung war entsprechend ausbaufähig.

6. Feste Tischzeiten und wenig Flexibilität Die Zuweisung fester Abendessenzeiten und Tischpartner:innen erwies sich als unflexibel. Der Wunsch nach Kommunikation mit anderen Reisenden blieb oft ungestillt, da Sprachbarrieren und wenig Austausch am Tisch herrschten. Der Wunsch nach einem anderen Tisch war nicht möglich, da das Schiff mit mehr als 6700 Gästen bei voller Auslastung unterwegs war.

7. Fehlende emotionale Kreuzfahrt-Highlights Die typische Kreuzfahrt-Atmosphäre, wie sie bei anderen Reedereien mit Musik zur Ausfahrt geschaffen wird, fehlte. Das Auslaufen wurde bei MSC ohne musikalische Untermalung begangen, was von manchen als wenig stimmungsvoll empfunden wurde. Auch grosse Momente an Heiligabend, wie gemeinsames Singen klassischer Weihnachtslieder, blieben aus.

8. Viele kostenpflichtige Zusatzleistungen Auf der MSC World Europa entstanden zahlreiche zusätzliche Kosten. Beispielsweise verlangte MSC für den Zugang zum Wellnessbereich, zu Spezialitätenrestaurants, für den Kinobesuch, für viele Spieleangebote und sogar für Wasser aus der Minibar trotz Getränkepaket einen Aufpreis. Dies schränkte das Angebot für Gäste ohne zusätzliches Budget stark ein.

9. Ausflugsorganisation und Hafenaufenthalte Ein zentrales Negativerlebnis betraf das Hafendrama in Barcelona: Aufgrund gesperrtem Hafen lag das Schiff stundenlang vor der Küste, was nicht vermeidbar war. Allerdings wurde das spätere Einlaufen so schlecht organisiert, dass Reisende ihre Anschlusstermine verpassten. Das Ausschiffen verlief chaotisch, mit langen Wartezeiten und unklarer Kommunikation. Trotz des deutlich verkürzten Aufenthalts forderte MSC Gebühren für einen Shuttle-Service in die Stadt.

10. Unpersönlichkeit und fehlende Herzlichkeit Viele Abläufe auf der MSC World Europa wirkten unpersönlich und standardisiert. Gäste mussten die Kabine am Abreisetag sehr früh verlassen, das Ausschiffen erfolgte unter strenger Kontrolle und mit wenig Einfühlungsvermögen. Dadurch entstand das Gefühl, am Ende „hinauskomplimentiert“ zu werden.

Fazit der Kritikpunkte Insgesamt fiel die Kreuzfahrt mit MSC für den AIDA erfahrenen Reisenden Robin Halle durch hohe Lautstärke, mangelnde persönliche Atmosphäre, viele Zusatzkosten und organisatorische Mängel negativ auf. Zu den wichtigsten Kritikpunkten zählen die Lautstärke an Bord, das Gedränge und die langen Wartezeiten, die nicht klare Kabinenbezeichnung, wenig Flexibilität beim Essen, zahlreiche kostenpflichtige Zusatzleistungen und letztlich eine unpersönliche Gesamtstimmung. Herzlichkeit, Emotionalität und das „Wir-Gefühl“, das bei anderen Anbietern erlebt wurde, fehlten im gesamten Reiseverlauf.

GetYourGuide Logo Get your Guide – Buchen Sie Tickets für die besten Sehenswürdigkeiten weltweit

Kommentare sind deaktiviert

Website: rettenmund.com