Kreuzfahrt-Blog Wettbewerbs-Gewinnerin Karin Lühr entert die Costa Fortuna

Karin Lühr hat im letztjährigen Weihnachtswettbewerb des Kreuzfahrt Blogs eine Mittelmeerkreuzfahrt mit der Costa Fortuna gewonnen (Bild Lühr)

Lange haben wir uns auf diese Kreuzfahrt – welche ich im Weihnachtsgewinnspiel des Schweizer Kreuzfahrtblogs (www.kreuzfahrtblog.ch) gewonnen habe – gefreut und nun ist er da, Freitag der 13. September 2019!

Von Karin Lühr

Wir haben uns entschieden die Fahrt nach Genua mit dem Zug zu machen, damit wir ausgeruht ankommen und nicht noch lange das Parkhaus suchen müssen. Der Bahnhof ist nur ca. 10 Min. Fussmarsch vom Hafen entfernt und somit sehr gut erreichbar.

Die Einschiffung ging sehr speditiv und professionell von statten, so dass wir schon um 14.00 in der Kabine waren, welche uns sehr gefallen hat. Um 16.00 hatten wir bereits den 1. Termin, nämlich den Lifeboat Drill (Seenotrettungsübung). Das gehört bei jeder Kreuzfahrt dazu und ist Pflicht, damit man im Notfall weiss, welches Rettungsboot man aufsuchen muss.

Erkundung der Costa Fortuna

Danach haben wir natürlich das Schiff erkundet. Die Costa Fortuna ist ein sehr schönes, klassisches Schiff und bietet alles was das Herz begehrt. Fitnessraum (auf Deck 11 hat es sogar eine Laufbahn), Coiffeur-/ Kosmetiksalon, Massage und sogar Sauna und Dampfbad. Zur Unterhaltung hat es ein grosses Theater mit tollen Shows, diversen Bars mit verschiedenen Musikstilen – alle mit live Musik, einen Shopping Bereich mit Markenkleidern, Kosmetik, Schmuck und Uhren, schöne Restaurants – für jeden Geschmack ist etwas dabei! Es hat sogar eine Spielhalle, wo wir uns den Flipperkasten vornahmen und uns wieder in die Jugend zurückversetzt fühlten.

Professionelle und freundliche Bedienung durch Kellner Jay

Das Frühstück genossen wir immer sehr gerne im Lido auf Deck 9 – da war es etwas ruhiger. Mittags assen wir immer auswärts in den Städten wo wir gerade anlegten und abends waren wir im Ristorante Raffaelo eingeteilt und lernten dort ganz liebe Tischnachbarn aus Lyss kennen, mit denen wir noch immer in Kontakt stehen. Das Essen war hervorragend und unser Kellner Jay zuvorkommend, professionell und sehr freundlich. Wir hatten also eine ganz wunderschöne Zeit an Bord!

Unser 1. Hafen, den wir ansteuerten, war Marseille! Vor etwa 20 Jahren war ich schon mal dort und ich hatte das Gefühl, dass sich hier nichts verändert hat. Eine wunderschöne Stadt welche zum Shoppen einlädt – es hat dort wirklich sehr schöne Geschäfte und viele von den typisch französischen Bistros, wo man sich nach dem Shoppen ausruhen und das Geschehen dieser quirligen Hafenstadt bei einem Bier oder einem Pastis beobachten kann – es ist wie Fernsehen und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus!

Ergreifende Ausfahrt mit Andrea Bocellis «Time to say goodbye»

Da die Fortuna um 17.00 ablegte, mussten wir spätestens um 16.30 an Bord sein, damit genügend Zeit für die Crew blieb alle Vorkehrungen zur Abfahrt zu treffen. Natürlich gingen wir ganz hoch auf Deck 10 achtern (das ist hinten) um das Sailing out mit zu erleben. Für uns war das immer einer der schönsten Momente! Denn jedes Mal ertönte aus den Boxen auf den Decks der Song «Time to say goodbye» gesungen von Andrea Bocelli – das war sehr ergreifend und emotional!

Tarragona, Katalonien! Was für eine tolle Stadt! Ich war noch nie dort und wir hatten uns nicht gross vorbereitet, sondern liefen einfach drauf los und wollten eigentlich mit der Bimmelbahn eine Rundfahrt machen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Aber die Schlange war einfach zu lang und so liefen wir weiter und standen plötzlich vor dem historischen Museum der Stadt mit dem alten Gemäuer und dem Turm von welchem man eine grandiose Aussicht hat. Es soll ein römisches Prätorium (Zelt des Befehlshabers in einem Legionslager) mit Zirkus sein, in welchem zur römischen Zeit Pferde- und Wagenrennen ausgetragen wurden. Der Zirkus soll einer der besterhaltenen der westlichen Welt sein. Diese Stadt bietet kulturell noch viel mehr, ein Tag reicht da nicht aus und darum müssen wir wohl noch einmal hier hin zurück kommen.

Pyramiden aus Menschen

Wir sahen überall Plakate hängen über ein Fest namens Fiestas de Santa Tecla, wussten aber nicht um was es da ging. Als wir uns in einer Bodega erfrischten, fragten wir den Barkeeper was das für ein Fest sei. Er erklärte uns, es sei das Reis Fest und in 15 Min. würden die Castillos Humanos oder Castellers (menschliche Türme mit bis zu zehn Stockwerken ohne Hilfsmittel) der verschiedenen Teams starten. Wir machten uns also auf den Weg zur Plaça de la Font um das Highlight zu erleben – gerade ein paar Wochen zuvor sahen wir diese katalanische Tradition im Fernsehen. Es war sehr ergreifend, dass just an diesem Tag dieser Wettbewerb stattfand und das erste Team schaffte die Pyramide gleich auf Anhieb! Eine sehr gefährliche Tradition! Aber an diesem Tag hat sich zum Glück niemand verletzt.

Karin Lühr feierte vor elf Jahren ihr Hochzeitsfest in Palma de Mallorca

Palma De Mallorca! Unsere fast-wie-zuhause-Insel…… hier hatten wir im Mai 2008 am Es Trenc Strand unser Hochzeitsfest und waren seitdem fast jedes Jahr auf der Insel. Was wir bis jetzt aber immer irgendwie verpasst hatten, war der Ausflug nach Sollèr mit der alten Dampfbahn (die inzwischen elektrisch angetrieben wird). Weil wir aber beide zum Coiffeur gingen (zu Llongqueras, einer der bekanntesten Coiffeur Ketten in Europa wo sich Coiffeure jedes Jahr im Hauptsitz in Barcelona für die neuen Trends weiterbilden) und dann noch in der Stadt herumtrödelten, verpassten wir den letzten Zug nach Sollèr – wie ärgerlich! Ich wollte da aber unbedingt hin, also nahmen wir ein Taxi und es hat sich so sehr gelohnt! Sollèr ist ein so hübsches Städtchen. Da die Costa Fortuna erst um 23.00 ablegen würde, haben wir in einem hübschen Restaurant sehr fein zu Abend gegessen. Den letzten Zug zurück haben wir natürlich auch wieder verpasst und fuhren darum mit dem Taxi wieder nach Palma zum Hafen. Spätabends nahmen wir Kurs auf Ibiza……

Ausflug zur kleinen Ibiza Schwester Formentera

Dienstag, 17.09. 8.00 legten wir auf Ibiza an – eine tolle Insel, auf der ich vor Jahren schon mal meinen Urlaub verbrachte. Aber da gibt es ja noch Formentera mit seinen wunderschönen Stränden und dem ruhigen Ambiente, wie wenn die Zeit stehen geblieben wäre…… In 30 Min mit der Fähre zu erreichen. Wir fuhren also rüber und mieteten ein Auto, um zum Leuchtturm La Mola zu fahren. Dort ist ein ganz hübsches Restaurant – Codice Luna – Inhaber ist Claudio, er ist Italiener und war leider zu der Zeit in den Ferien in Italien. Trotzdem chillten wir dort mit einem Bier und den feinen Paninis – das Ambiente dort ist wirklich magisch, der leichte Wind, die sanfte Musik, die aus den Boxen flüstert,… einfach herrlich! Eigentlich wollte ich noch einen Tauchgang mit Yann von der Tauchschule Blue Adventure Diving Formentera machen, aber mein Mann fühlte sich gerade nicht so wohl und so nahmen wir die nächste Fähre zurück nach Ibiza. Da die Costa Fortuna in Ibiza übernachtete schlenderten wir noch etwas durch Ibiza Stadt und assen in einer feinen Pizzeria zu Abend. Zu Fuss (es hat immer Shuttle Busse von und zum Schiff) nahmen wir den «Heimweg» in Angriff – ca. 30 Min – welcher über eine wunderschön angelegte Hafenpromenade verlief.

Tanzen mit Jay

Wir liefen am nächsten Morgen um 06.00 mit Kurs auf Olbia aus und verbrachten den ganzen Mittwoch auf See. Langweilig war uns nie, es gab immer etwas zu unternehmen oder entdecken;-) und am Abend fand ja noch das Gala Dinner statt zu welchem der Kapitän einlud. Das Service Personal machte eine Tanz Einlage und unser Kellner Jay forderte alle Damen auf seiner Station zu einem Tänzchen auf – ich fand das eine nette Geste.

Olbia – Sardinien, um 08.00 morgens legten wir im Hafen an. Schon bei der Einfahrt sieht man, dass diese Insel wohl eher mit der Fähre als mit dem Flugzeug besucht wird. Es hatte bereits drei grosse Fähren die angelegt hatten und eine fuhr noch nach uns ein. Wir waren vor drei Jahren schon mal auf Sardinien und haben uns vor allem die schönen Strände damals angeschaut. Von Olbia kannten wir nur den Hafen, da auch wir damals mit der Fähre reisten, also wollten wir uns dieses Mal das Städtchen ansehen. Der Anlegeplatz dort ist sehr nah, so dass man gut zu Fuss in die Innenstadt gehen kann. Es wurden zwar kostenfreie Shuttle Busse zur Verfügung gestellt, aber wir fanden, dass uns nach dem vielen und feinen Essen auf dem Schiff ein Spaziergang guttat. Im Park beim Hafen hatte es ein Riesenrad wo wir eine Fahrt lösten, um uns wieder einen Überblick von der Stadt zu verschaffen. Olbia ist ein typisches, italienisches, kleines Städtchen mit hübschen kleinen Restaurants, Bars und Pizzerias. In letzterer nahmen wir unseren Lunch – oder auf Italienisch Cena – ein. Da mein Mann aus dem Puschlav kommt und italienisch seine Muttersprache ist, fühlte er sich hier besonders wohl. Die Zeit verging viel zu schnell und so mussten wir uns fast sputen, weil das Schiff bereits um 17.00 wieder ablegte!

«Es war bestimmt nicht unsere letzte Schiffsreise»

Mein Mann Peter ruhte sich auf der Kabine aus und ich wollte unbedingt oben auf Deck sein, wenn wir das letzte Mal aus einem Hafen auslaufen, da wir am Tag darauf wieder zurück in Genua waren und wir uns auf die Heimreise machen würden. Dieses Mal platzierte ich mich ganz vorne am Bug auf Deck 10…. Ich war bestimmt eine Stunde lang dort weil es für mich der schönste Platz auf dem Schiff war. Diese Weite, nur das Meer, der Fahrtwind, die untergehende Sonne… all das gibt einem ein Gefühl von Leichtigkeit, Freiheit und Zufriedenheit! Es war bestimmt nicht unsere letzte Schiffsreise!




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