Ein beeindruckendes Erlebnis: Mit der MSC Fantasia im Persischen Golf

Bei MSC ist das Trinkgeld nicht inbegriffen (Bild Stieger)

Die Vereinigten Arabischen Emirate zu denen vor allem das bekannte Abu Dhabi und natürlich Dubai gehören, waren Ziel meiner Frühlingskreuzfahrt 2017. Die Schiffsreise war insofern ein wenig speziell, als dass es nicht eine “normale” Kreuzfahrt war, sondern eine Reise unter dem Titel “Schlager Open Air Goes Dubai”. Das Schlager Open Air ist das grösste und bekannteste Schlager Festival der Schweiz und hatte sich aufgemacht, den Persischen bzw. Arabischen Golf zu erobern. Mit an Bord  der MSC Fantasia 500 Schlager-Fans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und Stars wie Nik P., Andy Borg, Kristina Bach und andere.

ACR Reisen ist der bekannteste Veranstalter von Kreuzfahrten und Reisen mit Schlager-Stars. So hat Chef Josef Schreder schon die populären Stadl Kreuzfahrten organisiert, wie auch die Musi auf See oder jetzt eben “Schlager Open Air Goes Dubai”. Und ACR hat auch für die nächsten Monate schon einige heisse Eisen im Feuer. So findet im September die Musi auf See (unter anderem mit Fantasy und Francine Jordi) statt und im Oktober führt eine volkstümliche Kreuzfahrt auf das neue Flaggschiff von MSC, die MSC Meraviglia. Für 2018 sind eine Kreuzfahrt nach Kuba und eine weitere Premiere, nämlich eine Schiffsreise mit der ebenfalls neuen MSC Seaview statt. Eine Interview über die Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia, aber auch über die zukünftigen Pläne hat Werner Plüss von Radio Melody und Schlager Today hier geführt.

Start mit Emirates geglückt

Die Vereinigten Arabischen Emirate waren zum zweiten Mal Ziel einer Kreuzfahrt von mir. Und wieder durfte bzw. musste ich mit Emirates fliegen. Musste, weil meine ersten Flüge mit Emirates mir in gar nicht guter Erinnerung sind. Auf dem HInflug nach Dubai musste ich eingequetscht in der mittlereren Reihe sitzen und auf dem Rückflug hatten wir – wetterbedingt, wofür Emirates natürlich nichts kann – eine Verspätung von sagenhaften fünf Stunden (1 Stunde im Flugzeug warten, dann raus und weitere 4 Stunden im Flughafen inkl. Wechsel der Abflughalle.) Ganz anders diesmal: Sehr – und das kann ich durchaus betonen – sehr freundliche Crew, gute Sitzplätze (hatte ich im voraus kostenlos reserviert – ging allerdings nur telefonisch, da ACR als Gruppe gebucht war und so eine Online-Buchung nicht möglich war, aber auch die Dame am Telefon bei Emirates Schweiz war sehr hilfsbereit und freundlich) und das Highlight auf dem Rückflug, da sass ich sogar in der Reihe vier ganz vorne. Toll das Bordunterhaltungsprogramm von Emirates mit deutschsprachigen, aktuellen Filmen. Weniger toll, das Essen. Aber da sind die Geschmäcker wohl sehr verschieden. Auftakt und Abschluss der Kreuzfahrt somit – dank Emirates – gut geglückt.

Gleich nach der Ankunft in Dubai – wir sind vom Nachtflug mit wenig Schlaf – allerdings noch ziemlich geschafft, gehts zur Stadtrundfahrt. Und schon sehen die Teilnehmer der Schlager-Kreuzfahrt die Highlights von Dubai, wie den Burj Khalifa, das mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt oder das weltberühmte, einzige 7-Sterne-Hotel der Welt, das Burj Al Arab. Kurz nach Mittag treffen wir dann am Hafen ein und viele Reiseteilnehmer sehen erstmals die MSC Fantasia. Die Einschiffung geht rasch und zügig vonstatten. Bei mir besonders schnell, da ich wiederum den Yacht Club gebucht habe und ich vom Butler schon erwartet, in den Yacht Club begleitet werde und schon kurze Zeit später meine Suite beziehen kann.

Hier ein paar allgemeine Tipps für eine Kreuzfahrt

Das Gepäck wird gleich am Bus von Crew-Mitglidern abgeholt und auf die jeweilige Kabine gebracht, was meist in sehr kurzer Zeit geschieht. Grundsätzlich ist es so, dass MSC Kreuzfahrten folgende Empfehlung abgibt:  “Wir empfehlen Gästen, ihr Gepäck auf max. zwei Gepäckstücke pro Person zu begrenzen, die eine Grösse von 90x75x43 cm nicht überschreiten und max. 23kg pro Stück wiegen; auch das Handgepäck sollte aus max. zwei Gepäckstücken pro Person bestehen und nicht größer als 56x45x25 cm sein.” Bei Fluganreise oder Abreise sind Gewichtsangaben und Handgepäckgrösse der jeweiligen Airline zu berücksichtigen. Ich habe allerdings noch nie – auch nicht bei Bus- oder Privatanreise zum Kreuzfahrtschiff erlebt – dass jemand das Gewicht der Koffer kontrolliert hätte.

Kinderwagen und eigene Rollstühle sind immer zusätzlich erlaubt (Anmeldung bei der Buchung der Kreuzfahrt erforderlich). An jedem Gepäckstück (außer natürlich Handgepäck) wird  die spezielle Einschiffungsetikette angebracht, die mit den Reiseunterlagen mitgeliefert wird. Dieser Anhänger wird am besten bereits zu Hause montiert, da MSC Kreuzfahrten nicht mehr – wie im Gegensatz zu früheren Reisen – Selbstklebetiketten mitliefert, sondern nur noch solche die mit Klebstreifen oder Tacker befestigt werden können (da es aber durchaus möglich ist, dass dieser Anhänger auf dem Flug verloren geht, kann die Gepäcketikette auch erst bei der Einschiffung montiert werden – Crewmitglieder helfen). Pro Reiseteilnehmer wird eine Etikette mitgeliefert, zusätzliche Anhänger sind aber gleich bei der Einschiffung problemlos erhältlich. Nach Gepäckabgabe sieht man dieses nicht mehr bis es die Gepäckträger auf die Kabine gebracht haben

Gefährliche Gegenstände sind verboten

Es wird ausserdem darauf hingewiesen, dass die Passagiere die Verantwortung für den Gepäcktransport (einschließlich Wertgegenstände) tragen. Es wird daher empfohlen, Medikamente, Reisepapiere und weitere persönliche Gegenstände im Handgepäck mitzuführen. MSC informiert auch, dass das Mitnehmen von gefährlichen Gegenständen an Bord nicht gestattet ist. Das Sicherheitspersonal kann Gäste und deren Gepäck durchsuchen und Gegenstände, die die Sicherheit von Gästen und Crew gefährden könnten, konfiszieren wie beispielsweise Messer, Behälter mit Reizgas, Selbstverteidigungssprays oder brennbare Flüssigkeiten. Solche Gegenstände werden beschlagnahmt und nicht zurückgegeben. Schusswaffen sind an Bord verboten und werden bei Verstoß mit sofortiger Ausschiffung geahndet. Das Bordpersonal ist berechtigt, Getränke aus dem Gepäck der Passagiere zu entfernen.

Der Check-in endet 1,5 Stunden (in den amerikanischen Häfen zwei Stunden) vor der geplanten Ablege Zeit des Schiffes.

Nach der Gepäckabgabe begeben Sie sich zum MSC Check-In (sobald Ihre Nummer aufgerufen wird, die Sie beim Betreten der Check-In Halle erhalten). Als Gäste des Yacht-Club (nur auf den Fantasia-Schiffen MSC Fantasia, MSC Divina, MSC Splendida und MSC Preziosa sowie auf den neuen Schiffen MSC Meraviglia,MSC Seaview und MSC Seaside) haben Sie einen speziellen Check-In Bereich. Sie werden normalerweise bereits nach der Ankunft von einem Butler des Yacht Club empfangen und zur Yacht Club Lounge geführt.

Beim Check-In weisen Sie Ihr Web-Check-In Formular vor (dieses haben Sie normalerweise bereits im Voraus von Ihrem Reisebüro erhalten oder selbst am Computer online bei MSC ausgefüllt). Sie werden fotografiert und erhalten Ihre MSC Cruise Card. Die MSC-Cruise Card ist einerseits der Zugang zu Ihrer Kabine und Ihr Zahlungsmittel an Bord. Mit dieser Magnetkarte können Passagiere an Bord Ausflüge, Getränke in den Bars, die Wäscherei, Zimmerservice, Friseur, Beauty-Center, Duty-Free-Shop, Fotografen, in allen Shops und das Service Entgelt bezahlen. Für MSC Yacht Club Gäste dient die Cruise Card auch als Zutrittskarte für die exklusiven Bereiche. Zur Aktivierung der Cruise Card ist die Angabe einer Kreditkartennummer oder das Hinterlegen einer Kaution erforderlich. Persönliche Schecks sowie EC Karten werden nicht akzeptiert. Folgende Kreditkarten werden an Bord akzeptiert: Visa, Visa Electron, Mastercard, Diners, JCB und American Express. Dieses bargeldloses System) steht auf allen Schiffen zur Verfügung. Die Cruise Card enthält Ihren Namen, Ihre Reisedauer, Ihre Platznummer im Restaurant auf dem Schiff, Ihr Clubstatus (sofern Sie bereits Mitglied sind – mehr zum MSC Club an anderer Stelle im Kreuzfahrt-Blog) und Ihre Sicherheits-Station bei einem Notfall.

Das Einchecken funktioniert normalerweise bei allen Reedereien sehr schnell und zügig. Nur die Warterei davor und die Warterei danach – bis das Schiff endlich betreten werden darf – dauert. Sobald Ihre Nummer (diese erhalten Sie beim Check-In) aufgerufen wird, geht’s noch kurz durch die Sicherheitskontrolle (ähnlich wie am Flughafen) und schon können Sie Ihre Kreuzfahrtschiff betreten. Danach dauert es meist noch eine Weile bis Ihr Zimmer bezugsbereit ist. Die Zimmermädchen und Boys müssen ja nach einer Ausschiffung und der folgenden Einschiffung innert weniger Stunden Dutzende von Zimmern reinigen und das dauert nun mal. Aber am frühen Nachmittag ist es dann endlich soweit und Sie können Ihre Kabine betreten.

Sicherheitsüberprüfung obligatorisch für alle Passagiere

Viel Zeit können Sie in Ihrer Kabine aber noch nicht verbringen, denn bevor das Schiff loslegt, folgt noch die für alle Kreuzfahrt-Gäste obligatorische Sicherheitsübung. Diese dient dazu, Sie mit der Sicherheitsausrüstung und den Evakuierungsmaßnahmen im Falle einer Notsituation vertraut zu machen. Die Übungen an Bord sind von großer Wichtigkeit für die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung. Die Sicherheitsübungen werden bei der Einschiffung in den Haupthäfen, die Briefings für alle neu eingeschifften Gäste in den weiteren Häfen durchgeführt. Die Sicherheitsübungen werden in einer bzw. mehreren Sprachen abgehalten und die gesamte Besatzung und alle Gäste nehmen daran teil. Da während der Übungen Evakuierungsmaßnahmen praktiziert werden, sind die Gäste angehalten, ihre Schwimmwesten aus ihren Kabinen zu holen und sich zu den zugewiesenen Muster-/ Sammelstationen (steht auch auf Ihrer MSC-Cruise Card) zu begeben, genauso wie wenn sie sich in einer Notsituation befinden würden. Sie erhalten dort weitere Sicherheitsanweisungen und Informationen über die Rettungsausrüstung und Rettungsmassnahmen, einschließlich der Evakuierungsmaßnahmen. Die Gäste werden über das Programm der Übungen sowohl im täglichen Bordprogramm als auch über die Lautsprecher des Schiffes kurz vor Beginn informiert. Zusätzlich zu diesen Sicherheitsübungen und Briefings führt die Besatzung zweimal in Monat auch allgemeine Notübungen, einschliesslich Brandsimulation und Verlassen des Schiffes mit Rettungsbooten durch, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die Sicherheitsübungen und Briefings von MSC Kreuzfahrten entsprechen den strengen Anforderungen der International Convention for the Safety of Life at Sea (SOLAS), die von der International Maritime Organization (IMO) entwickelt wurde. MSC Kreuzfahrten überprüft fortwährend alle Sicherheitsstandards und die Maßnahmen der Sicherheitsübung. Die Sicherheit der Passagiere und der Crew hat für MSC immer oberste Priorität. Allerdings: Und dies kann ich nach bald 20 Kreuzfahrten aus eigener Erfahrung bestätigen, frage ich mich ernsthaft wie diese Evakutierungen in einem Ernstfall funktionieren würden. Zum einen habe ich auch bei der aktuellen Übung auf der MSC Fantasia Dutzende von Passagieren gesehen, die wohl bei der Übung dabei waren, aber die Sicherheitsweste nicht angezogen und auch den Ausführungen gar nicht zugehört haben. Und zum anderen sind für mich die Hauptprobleme in einem Ernstfall immer noch die Treppen: Wie dies in einem Ernstfall funktionieren soll, dass Hunderte, ja Tausende von Kreuzfahrt Passagieren von ihren Kabinen zum Sammelplatz kommen sollen, das bei allgemeiner Hysterie und Angst, ist mir ein Rätsel. Aber ich hoffe mal, dass sich die Gäste dann auch vernünftig verhalten und ruhig und gesittet zum Sammelplatz gehen. Und noch mehr hoffe ich, dass ich – aber auch keine anderen Kreuzfahrer – je in eine solche Situation kommen werden, wo es Ernst gilt und nicht nur eine Übung abgehalten wird.

Sprache an Bord, Safe, Trinkgelder, Bordwährung

Safe in der Kabine: Jede Kabine ist mit einem Safe ausgestattet. Die Reedereien übernehmen keine Haftung für den Verlust oder Diebstahl von Wertgegenständen, die in der Kabine, im Gepäck oder unbeaufsichtigt aufbewahrt werden.

Sprache an Bord: Auf den meisten MSC Kreuzfahrtschiffen stammen die Crewmitglieder aus bis zu 30 verschiedenen Staaten. Englisch ist auf allen Schiffen die Arbeitssprache und die internationale Sicherheitssprache. MSC Kreuzfahrten nutzt sechs Hauptsprachen für seine Kommunikation: Englisch, Italienisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und brasilianisches Portugiesisch. Das Tagesprogramm in der Kabine (täglich gibt es ein neues Programm in der jeweiligen Sprache des Gastes mit dem über alle Aktivitäten an Bord, Aktionen in den Shops, die Öffnungszeiten von Bars und Restaurants, Ein- und Ausschiffungszeiten und vieles anderes mehr informiert wird) und anderes an Bord verwendetes, gedrucktes Material steht in den sechs oben genannten Sprachen zur Verfügung.

Für die Gäste aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein steht selbstverständlich auch deutschsprachiges Servicepersonal (so der offizielle Wortlaut von MSC) zur Verfügung. Allerdings habe ich noch nie deutschsprachiges Servicepersonal in Restaurants oder Bars getroffen, Weiters stehen deutschsprachige Kabineninformationen und deutschsprachige Speisekarten zur Verfügung (Ausnahme:Routen in Südafrika und Südamerika). Zusätzlich gibt es noch täglich eine Sprechstunde mit einer deutschsprachigen Reiseleitung. Ein wenig Kenntnisse der englischen Sprache sind somit sicher von Vorteil.

Bordwährung: Für Kreuzfahrten ins Mittelmeer, nach Nordeuropa, die Vereinigten Arabischen Emirate, auf die Kanaren, ins Rote Meer, auf die Antillen sowie für MSC Grand Voyages in Richtung Süden, die von Europa auslaufen ist die Bordwährung der Euro (€). Für Kreuzfahrten in die Karibik, nach Südamerika und Südafrika sowie für MSC Grand Voyages nach Europa ist die Währung der US Dollar ($). Wobei wie oben erwähnt nicht mit Geld, sondern mit der Cruise Card bezahlt und am Ende der Kreuzfahrt abgerechnet wird.

Trinkgelder: Bei MSC Kreuzfahrten ist das Trinkgeld nicht inbegriffen, was auch immer wieder zu verärgerten Passagieren führt. MSC Kreuzfahrten empfehlen den ein Trinkgeld pro Person und Nacht von bis zu 9 Euro (Mittelmeer, Nordeuropa,Vereinigte Arabische Emirate, Kanarische Inseln) bzw. ab 12 US-Dollar (Karibik, Südafrika, Südamerika). Ab Sommer 2017 werden die Trinkgelder erhöht. Das Trinkgeld wird auf der Schlussrechnung aufgeführt, kann aber auch an der Rezeption gekürzt werden. Ich gebe dem Zimmer-Boy allerdings immer noch ein zusätzliches Trinkgeld zum Start der Kreuzfahrt und zum Ende der Kreuzfahrt und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Service Entgelt für Bardienstleistungen: In den Spezialitäten-Restaurants, Bars und Lounges wird auf Mahlzeiten und Getränke ein Servicezuschlag von 15 % berechnet. Bei im Voraus gebuchten und gezahlten Getränkepaketen entfällt dieser Servicezuschlag. Falls Sie ein solches – allerdings nicht ganz günstiges – Getränkepaket möchten, das sich aber in fast jedem Fall lohnt, so empfiehlt es sich im Voraus im Internet oder bei Ihrem Reisebüro buchen.

Jeden Tag die frisch gedruckte Tageszeitung aus der Heimat

Zeitungen: Wer – wie ich – auch bei einer Kreuzfahrt nicht ganz ohne Nachrichten aus der Heimat sein kann und seine Lieblingszeitung lesen möchte, der kann dies an Bord bequem tun. Ab drei Euro gibt es täglich in gedruckter Form “Tages Anzeiger”, “Neue Zürcher Zeitung”, “Blick”, Frankfurter Zeitung”, “Corriere della Sera” und viele andere Zeitung jeden Morgen frisch auf die Kabine.

Internet an Bord: Möglich aber nicht ganz billig: Selbstverständlich gibt es an Bord auch Internet-Zugang. So kann man sich mittels W-Lan jederzeit ins eigene Handy oder Tablet einwählen. Der Zugang zum Internet ist allerdings nicht ganz billig. Die Preise ändern immer wieder. Man kann aber auch günstige Pakete für Social Media buchen. Alle aktuellen Preise bei MSC Kreuzfahrten.

Zusätzlich gibt es an Bord noch ein Internet-Café. Die Stationen sind dort allerdings im Verlauf der letzten Jahre immer weniger geworden, da die meisten Kreuzfahrer – wenn schon – dann doch lieber das eigene Handy oder Tablet verwenden. Nicht unwichtig: Die Internetgeschwindigkeiten sind oft recht langsam da sie über Tausende von Kilometern übertragen werden – und kosten damit teure Zeit – und werden auch immer wieder mal unterbrochen. Es ist auf keinen Fall empfehlenswert ohne Abo das Internet zu besuchen oder zu telefonieren. So kostet ein Megabyte an Bord schnell mal 3 Euro, statt wie an Land 20 Cents (siehe auch unser Sonntags-Interview)

Wäsche waschen/bügeln: Es kann vorkommen, dass die mitgenommene Wäsche nicht ausreicht und man damit gerne den Wäschedienst in Anspruch nehmen möchte. Auf der MSC Fantasia wird ein Laundry Service Package angeboten. Und das zu einem – für Kreuzfahrten – recht günstigen Preis. 20 Kleidungsstücke waschen kostet gerade mal 25 Euro. Wenn es ganz besonders schnell sein muss (Abholung vor 9 Uhr und Lieferung am selben Tag vor 17 Uhr) kosten 20 Kleidungsstücke 40 Euro.

Beeindruckende Unterhaltungsprogramme im Theater der MSC Fantasia

Unterhaltung: An Bord wird es mit Sicherheit niemandem langweilig. So sind im Tagesprogramm beispielsweise bis zu 40 verschiedene Aktivitäten aufgeführt. Das geht von Muskelerwachen über Aerobic am frühen Morgen, einer Demonstration von Servietten falten, Tanzstunden in Bachata, Jive oder Samba, bis hin zu einem Korb Spiel Turnier, Obst- und Gemüse schnitzen, Karaoke und dem abschließend Disco Dance in der Liquid Disco um 00.30 Uhr. Und selbstverständlich lohnt auch ein Besuch im grossen Theater: Jeden Abend präsentieren dort internationale Künstler aus Gesang, Artistik, Tanz und Komik ihr Können – und das selbstverständlich ohne Eintritt.

Und nicht zu vergessen: An Bord der MSC Fantasia gibt es – wie auch auf allen anderen MSC Schiffen – ein grosses Casino, wo Blackjack, Easy Stud Poker Five Card Stud Poker genauso gespielt werden kann, wie Roulette oder Texas Hold’Em. Und selbstverständlich kann auch richtig Geld gewonnen – oder verloren -werden.

Mit 240 km/h auf der Achter-Bahn in Ferrari World Abu Dhabi

Gleich am ersten Tag unserer Kreuzfahrt erreichen wir den ersten Höhepunkt der Reise: Abu Dhabi.

Eindrücklich: Die Sheik Zayed Moschee in Abu Dhabi

Ich buche meistens einen der von MSC angebotenen Ausflüge. Auch wenn diese preislich sicher nicht ganz günstig sind, so schätze ich es doch innert kürzester Zeit viel zu sehen und mich um nichts kümmern zu müssen. Für Abu Dahbi haben ich den 9-stündigen Ausflug zur berühmten Scheich Zayid Moschee und nach Ferrari World gebucht. Auf diesem Tagesausflug erwarten uns Sightseeing, Entdeckerfreuden und jede Menge Spaß. Die Tour führt unter anderem zum berühmten Hotel Emirates Palace, wo der Capuccino mit Gold-Deko serviert wird (das Hotel besichtigen wir allerdings nur von aussen). Für mich ein absolutes Muss in Abu Dhabi ist ein Besuch der beeindruckenden und herrlichen Scheich-Zayid-Moschee auf dem Programm. Die Scheich Zayid Moschee ist die drittgrösste Moschee der Welt und bietet sagenhaften 5’000 Gläubigen Platz. Im Aussenbereich beeindrucken eintausend mit Edelsteinen und Marmor geschmückte Säulen, im Innern der grösste Svarovski-Kristallleuchter der Welt. Ganz anders –  weniger religiös, aber nicht weniger faszinierend – das Programm am Nachmittag. Mit Ferrari World steht ein Tempel des Motorsports auf dem Programm (eine zweite Ferrari-World wird im April in Barcelona eröffnet). Der zentrale Bereich dieses größten Indoor-Vergnügungsparks der Welt wird von einem riesigen, 200.000 m2 großen Dach überspannt. Neben über 20 familienfreundlichen Unterhaltungsangeboten, zahlreichen schnittigen Autos aus dem Hause Ferrari, einem Live-Entertainment-Programm locken vor allem die beiden Achterbahnen. Zum einen die Formulare Rossa, mit 240 Stundenkilometern (und das in weniger als 5 Sekunden) schnellste Achterbahn der Welt und dann Flying Aces, die mit 210 Metern höchste Achterbahn der Welt. Im April wird mit dem Turbo Track sogar noch eine weitere Attraktion eröffnet die für Nervenkitzel sorgen wird. Ich habe beide Achterbahnen getestet und überlebt… Aber einmal hat denn auch gereicht. Und trotzdem, das Erlebnis war einmalig, die Achterbahnen in Europapark können im Vergleich zu Ferrari World einpacken. Und das tollste ist: Man musste jeweils nur wenige Minuten anstehen und schon ging’s mit Highspeed los.

3. Tag: Auf See: Nach dem doch anstrengenden 9-stündigen Ausflug ist heute Dolcefarniente angesagt, sprich ein Seetag. Seetage sind ideal dafür um das Schiff zu erkunden, aber auch um eben die Annehmlichkeiten des Schiffs zu geniessen. Und das lässt sich natürlich im MSC Yacht Club besonders gut tun. In diesem Schiff im Schiff Bereich geniessen die rund 150 Passagiere ein eigenes, abgetrenntes Pool-Deck, Ruhe und natürlich am Mittag ein feines Buffet. Aber auch im übrigen Bereich des Schiffes findet jeder ein ruhiges Plätzchen um den Seetag und Sonne zu geniessen. Und für all jene die auf Fun und Spass stehen ist rund um den grossen Pool viel los – und das auch ziemlich laut.

Hier werden sogar noch alte Nähmaschinen repariert

Oman – Land der Gegensätze

4. Tag: Muscat /Oman: Oman ist selbständig, gehört nicht zu den sieben arabischen Emiraten und wird von Sultan regiert. Oman ist komplett anders wie Abu Dhabi oder Dubai, aber nicht weniger interessant. Für den heutigen Tag habe ich einen Ausflug unter dem Titel “Faszinierende Festungen: Nizwa und Schloss Jabreen” für nicht weniger als 109 Franken gebucht. Dieser Ausflug ist sein Geld aber definitiv nicht wert. Schon der Beginn lässt nichts gutes erahnen, steht doch gleich zuerst ein Markt und dann ein Dattelgeschäft auf dem Programm. Die Stadt Nizwa ist ok, aber keine mehrstündige Anreise wert und auch das “schönste Schloss Omans” – so die Beschreibung von MSC – Schloss Jabreen im 17. Jahrhundert erbaut, bietet nichts wirklich attraktives. Die “wunderschönen Himmelbilder und aufwendigen Holzschnitzereien” haben mich jedenfalls überhaupt nicht beeindruckt. Bei diesem Ausflug stimmt das Motto definitiv: “Ausser Spesen nichts gewesen”, da wären wir besser in der Hauptstadt geblieben.

5. Tag: Khasab: Dieser Stopp bietet – für mich – verhältnismässig wenig und so geniesse ich nochmals das Leben an Bord. Zeit genug auch endlich mit meinem aktuellen Roman “115 Tage an Tisch 10” weiterzulesen. Autorin Brina Stein erzählt darin die Geschichte der drei lebensfrohen Landfrauen Rita, Ute und Rosi, die gemeinsam mit dem nörgelnden Rentner und dem kreuzfahrterprobten Paar Jessica und Tim an Tisch 10 auf eine 115-tägige Weltreise gehen. Brina Stein auch Gast im Sonntags-Interview bietet mit ihrem Buch “115 Tage an Tisch 10” spannende, unterhaltsame und amüsante Unterhaltung.

Die MSC Fantasia vor Sir Bani Yas Island (Bild Stieger)

Sir Bani Yas Island: Moderne Arche Noah

6. Tag Sir Bani Yas Island: Sir Bani Yas ist ein neuer Stop im arabisch-persischen Golf, der erst seit dieser Wintersaison angeboten wird. Der verstorbene Scheich hat auf Sir Bani Yas ein Tier- und Naturreservat geschaffen, das einheimischen und exotischen Spezies eine sichere Heimat bietet. Gleichzeitig bietet Sir Bani Yas Island aber auch eine tolle Strandatmosphäre mit Sportmöglichkeiten und natürlich Bars und Verpflegungsmöglichkeiten. Die Ausschiffung auf Sir Bani Yas erfolgt mit Tender Booten. Besonders lohnenswert ist ein Jeep Ausflug, bei dem man nicht nur unzählige Antilopen und Strasse sehen kann, sondern mit Glück auch den 36 Giraffen oder den wenigen Geparden begegnet. Diesen Tag sollte man auf jeden Fall nicht auf der MSC Fantasia verbringen, sondern mit den kostenlosen Tender-Booten die vom Scheich geschaffene moderne Arche Noah besuchen.

7. Tag Dubai: Die nächsten Tage verbringe ich in Dubai, einer Stadt die immer wieder neu fasziniert und begeistert. Eine Stadt die niemals ruht und sich immer wieder neu präsentiert. Heute habe ich einen Ausflug mit MSC gebucht. Einen allerdings recht teuren und exklusiven, nämlich Mittagessen im einzigen 7-Sterne Hotel der Welt im Burj Al Arab. Dieses Hotel ist einfach ein Traum, aber leider ein unerfüllbarer Traum. Die Preise für eine Übernachtung beginnen bei sagenhaften 2’000 Euro. Dafür bekommt man dann aber auch einiges geboten. Eine Suite auf zwei Etagen, eigener Butler, ein Unterwasser-Restaurant, ein grosses Aquarium und Luxus über Luxus. Ebenfalls auf dem Programm steht ein Besuch des aktuell noch höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Khalifa.

Burj Khalifa – höchstes Gebäude der Welt

Dubai: Wo Sand und Wolkenkratzer den Himmel küssen

8. Tag Ausschiffung und Dubai: Dubai bietet so viel, dass man eigentlich nie alles gesehen haben kann. Deshalb habe ich nach dem Verlassen der MSC Fantasia noch drei Tage angehängt und logiere im mit 355 Metern höchsten Hotel der Welt, dem Marriot Excelsior. In den nächsten Tagen schaue ich mir die Dubai, die Stadt wo Sand und Wolkenrkatzer den Himmel küssen intensiv an, so beispielsweise den grössten Blumengarten der Welt, ein echtes Pflanzenparadies

Ein Tipp: Ich habe schon des Öfteren die Hop On-Hop Off Busse in den verschiedensten Städten der Welt gebucht und auch immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Für Dubai kann ich dies allerdings nicht sagen und ich kann diese Busse nicht empfehlen. Dubai hat aktuell noch ein grosses Verkehrsproblem. Das bedeutet, dass auch die Hop Off Busse nicht vorwärts fahren können und man mehr Zeit mit Warten als mit Fahren verbringt. Schade…. Allerdings hat unser Reiseleiter gesagt, bis zur Expo im Jahr 2020 solle Dubai das Verkehrsproblem in Griff bekommen.

Den krönenden Schlusspunkt der Reise bildet ein Konzert der Schlagerstars vor dem Burj al Arab. Schöner könnte die Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia und den anschliessenden Tagen in Dubai wahrlich nicht enden.

Andy Borg sorgte auf der MSC Fantasia für Stimmung

Nik P. Stargast auf der Schlager Open Air Goes Dubai Kreuzfahrt






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  1. […] organisierte ACR die erste Kreuzfahrt „Schlager Open Air goes Dubai“. Diese war ein derart grosser Erfolg, dass eine zweite Auflage natürlich nicht lange auf sich […]

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