Die Welt an Bord der Hanseatic nature und Hanseatic inspiration mit anderen Augen sehen

15.4 Meter über Meer - der ausfahrbare gläserne Balkon auf der Hanseatic inspiration und Hanseatic nature (Bild Hapag-Lloyd Cruises)

In gut 1 1/2 Jahren wird Hapag-Lloyd Cruises nicht mehr mit vier, sondern mit fünf Schiffen unterwegs sein. Die Hanseatic verlässt zwar die Flotte, wird aber durch die beiden neuen Expeditionsschiffe Hanseatic nature und Hanseatic inspiration ersetzt. Mit über 10 % der 33’000 Hapag-Lloyd Passagiere ist die «kleine» Schweiz für die Reederei ein äusserst wichtiger Markt und generiert mehr Umsatz als die meisten deutschen Bundesländer. Kreuzfahrten mit den beiden neuen Expeditons-Kreuzfahrtschiffen in Antarktis, Arktis, aber auch dem Amazonas oder den grossen Seen in Nordamerika können ab dem 23. Januar 2018 gebucht werden.

Die Wichtigkeit des Schweizer Marktes für Hapag-Lloyd Cruises unterstrich die Reederei gestern mit einer Medienkonferenz in Zürich. Karl J. Pojer, CEO von Hapag-Lloyd Cruises erklärte, dass gerade auch die Schweiz für die Reederei eine grosse Bedeutung habe und die beiden neuen Schiffe auf ein sehr grosses Interesse stossen würden. Von den über 6’700 Vormerkungen (Interessenten konnten sich im Vorfeld provisiorisch für die beiden Neubauten «anmelden») stammen nicht weniger als 11.6 % aus der Schweiz. Pojer sagte, dass bis 2020 gesamthaft rund 20 neue Expeditoinsschiffe geplant seien. «Das ist aber gar nicht viel, wenn man bedenkt, dass dies in etwa 6’000 Passagieren entspricht. Allein ein grosses Kreuzfahrtschiff fasst schon die gleiche Menge an Gästen», sagte Pojer und erklärte weiter, dass das Potential für Expeditons-Kreuzfahrten auch mit den neuen Schiffen noch immer viel grösser als das Angebot sei. Hinzu komme, dass im gesamten deutschsprachigen Raum seit 20 Jahren kein einziges neues Expeditonsschiff gebaut worden sei, womit ein grosser Nachholbedarf bestehe.

«Unser Anspruch ist es aber nicht nur einfach ein neues Expeditonsschiff zu bauen, sondern auf der Hanseatic nature und der Hanseatic inspiration den Gästen den gleichen Komfort und Luxus zu bieten, wie auf unseren beiden grossen Schiffen Europa und Europa 2», sagte der Reederei-Chef. Bewusst habe man auf den beiden neuen Expeditions-Schiffen aber auf Marketing-Gags wie Helikopter oder U-Boote verzichtet, wie sie von anderen Reedereien angeboten würden. «Wir wollen die Destinationen bewahren und schützen und nicht zusätzlich belasten», so Pojer.

Die beiden Neubauten bieten Platz für je 230, bzw. bei Antarktisreisen nur 199 Gäste. Die fast baugleichen Schiffe setzen neue Standards in der Expeditionskreuzfahrt und verfügen über zahlreiche bauliche Details, durch die das Expeditionserlebnis noch intensiviert wird. Ausfahrbare gläserne Balkone auf dem Sonnendeck geben dem Gast das Gefühl in 15.4 Metern Höhe direkt über dem Wasser zu schweben und der Decksumlauf auf dem Vorschiff ermöglicht den Expeditionsteilnehmern ganz vorn, in der ersten Reihe auf der Back zu stehen und damit noch  näher am Geschehen zu sein – näher als der Kapitän selbst.

Wissen schaft Respekt vor den Wundern der Natur

«Eine Expediton lässt keinen Raum für Experimente. Was zählt ist das Know How» ,sagte Karl J. Pojer bevor er seine langjährige Leiterin Produktmanagement Expedition Cruises bei Hapag-Lloyd, Isolde Susset (ein Sonntags-Interview mit Isolde Susset gibts hier) vorstellte. Susset zeigt sich erfreut darüber, dass mit der bewährten MS Bremen (dort steht oft der Schweizer Kapitän Roman Obrist auf der Brücke) ab 2019 zwei weitere Expeditonsschiffe unterwegs seien. Dabei sei es dann aber nicht einfach so, dass drei Schiffe auf identischen Kursen fahren würden. «Wir bieten 11 Antarktis-Reisen mit mit bis zu 20 Tagen Länge und selbstverständlich werden die Routen auf unterschiedlichen Kursen unterwegs sein», so Susset. Man befahre aber nicht nur einfach tolle, wunderschöne Regionen mit einer faszinierenden Tierwelt, sondern biete auch an Bord viel Informationen mit einem bis zu 16-köpfigen Experten-Team von Geologen, Historikern, Glaziologen und anderen Spezialisten.

Nicht nur an Land, sondern auch in innovativen Wissenszentren an Bord können die Gäste der Hanseatic nature und Hanseatic inspiration spannende Informationen über die Natur und Lebenswelt der weltweiten Expeditionsziele  erfahren. Im HanseAtrium, einer teilbaren multifunktionalen Lounge mit modernster Präsentationstechnik, finden täglich Expertenvorträge statt. Abends verwandelt sich das HanseAtrium in eine stimmungsvolle Bar. In der Ocean Academy können die Gäste die Naturwunder, denen sie bei Landgängen und Zodiacfahrten begegnen, bei eigenen Studien und Forschungen individuell vertiefen. «Denn Wissen», so Isolde Susset, «schafft Respekt vor der Natur und ihren kleinen und grossen Wundern.»

Die Ocean Academy verfügt über eine große interaktive Medienwand mit weiteren Informationen zu verschiedenen Expeditionsthemen sowie ein interaktives Poster, welches ausgewählte wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich visuell darstellt. Außerdem stehen den Gästen Lese-Sessel mit einschwenkbaren Touchscreens zur Verfügung, an denen sie die Inhalte der Medienwand individuell weiter vertiefen können.

Wer bei uns an Bord geht, wird die Welt mit anderen Augen sehen

Zwischen den Reisen in die Arktis im europäischen Sommer und den Expeditionen in die Antarktis im europäischen Winter werden die Hanseatic nature und Hanseatic inspiration unter anderem auch den Amazonas, die chilenischen Fjorde, die Azoren sowie die Kapverden intensiv besuchen. Nach vielen Jahren kehrt der Hamburger Kreuzfahrtveranstalter mit der Hanseatic inspiration auch wieder in die Great Lakes auf dem nordamerikanischen Kontinent zurück. Die fünf Seen zwischen Kanda und den USA bieten faszinierende Schleusenfahrten, weite Natur und mit Chicago, Detroit und Toronto einige der spannendsten Metropolen Nordamerikas. Dies alles so Susset unter dem Leitsatz: «Wer bei uns an Bord geht, wird die Welt mit anderen Augen sehen». Die Jungfernfahrten der beiden Schiffe finden in Europa statt, sind allerdings schon ausgebucht.

Internationale Gourmetküche in je drei Restaurants – flexible Tischzeiten und freie Sitzplatzwahl

Gastronomische Vielfalt versprechen die Spezialitätenrestaurants mit je 44 Plätzen. Auf der Hanseatic nature werden Spezialitäten der nordamerikanischen Küche in lässig maritimem Ostküstenflair angeboten, während die Hanseatic inspiration auf feine japanische Kreationen und Perus moderne Trendküche spezialisiert ist. Darüber hinaus verfügen die Expeditionsschiffe jeweils über zwei weitere Restaurants: ein Hauptrestaurant mit 178 Plätzen und ein Bistrorestaurant mit 184 Plätzen im Innen- und Außenbereich mit Grill und Showküche. Damit sich die Kulinarik nach dem Expeditionserlebnis richtet und nicht umgekehrt, gibt es flexible Tischzeiten und freie Sitzplatzwahl  in den Restaurants.

Im 235 Quadratmeter großen Ocean Spa mit Finnischer Sauna, Dampfsauna, Ruhebereich, Friseur,  Beauty-Angeboten und Massagen lässt sich auch in Extremgebieten entspannen. Für Sportbegeisterte steht ein 100 Quadratmeter großer Fitnessbereich mit Sport-Host und separatem Kursraum zur Verfügung – jeweils mit Blick auf das beeindruckende Naturpanorama. Abgerundet wird das Sportangebot mit einem großen Poolbereich mit Gegenstromanlage, der dank eines flexiblen Zeltdachs wetterunabhängig genutzt werden kann.

Sechs verschiedene Suiten- und Kabinentypen

Die Größe der je 120 Kabinen und Suiten auf der Hanseatic nature und Hanseatic inspiration reicht von 21 Quadratmetern, der Panoramakabine, bis zu 71 Quadratmetern, der Grand Suite. Es gibt ausschließlich Außenkabinen, fast alle (genau 100) sind mit eigenem Balkon oder mit French Balcony ausgestattet, für eine größtmögliche Nähe zur Natur.

Erwähnenswert ist noch, dass die Hanseatic nature ab April 2019 startet und rein deutschsprachig ist, während die Hanseatic inspiration mit internationalen Gästen (Bordsprache ist Deutsch und Englisch) ab Oktober 2019 auf den Weltmeeren unterwegs ist.

Hanseatic Schiffe mit Blick auf Umwelt

Auch der Umwelt, gerade in der fragilen Arktis und Antarktis, wird bei Hapag-Lloyd Cruises grosse Beachtung geschenkt. Isolde Susset: “Hapag-Lloyd Cruises setzt sich selbst – soweit möglich auch über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus – einen eigenen hohen Standard in Bezug auf umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln. Wir setzen bereits seit Jahren in den sensiblen Fahrtgebieten der Arktis und der Antarktis abgasärmeren Marine-Gasöl ein – mit besseren Emissionswerten als rechtlich gefordert und trotz erheblicher Mehrkosten für das Unternehmen. ” Die Schiffe verfügen unter anderem über Meerwasser-Entsalzungsanlagen zur Wasseraufbereitung, moderne Müllentsorgung (und Mülltrennung) sowie eine biologische Kläranlage für Abwasser. Darüber hinaus haben alle Schiffe einen TBT-freien Unterwasseranstrich. Eine besondere Rumpfform und ein PROMAS-Ruder sorgen für einen geringeren Treibstoffverbrauch, was wiederum weniger Emissionen zur Folge hat. Ausserdem reduziert die Reederei den Stickoxidausstoss dank einem SCR-Katalysator um 95 %. Für die Landgänge werden teilweise Elektrozodiacs mit umweltfreundlicherem und leisem Antrieb genutzt.

Und der Preis für eine Kreuzfahrt mit Hanseatic nature und Hanseatic inspiration?

Allerdings – und auch das muss erwähnt – werden: Eine solche Expeditions-Reise ist ein nicht ganz günstiges Vergnügen, aber ein Erlebnis, das wohl ein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben wird. Eine 10-tägige Expediton in die östliche Arktis kann ab 8’110 Euro (9’732 Franken) gebucht werden. 20 Tage Expeditons-Kreuzfahrt in die faszinierende Antarktis (einen Erlebnis-Bericht über eine solche Reise von Kuoni Cruises Chefin Cornelia Gemperle finden Sie hier) sind ab 14’890 Euro bzw. 17’868 Franken zu buchen oder die faszinierenden Great Lakes von Chicago nach Toronto in 15 Tagen ab 9’490 Euro bzw. 11’388 Franken.

Der Hauptkatalog umfast 177 Seiten echte Expedition mit 59 Routen von April 2019 bis September 2020. Die beiden neuen Kreuzfahrtschiffe Hanseatic nature und Hanseatic inspiration können ab dem 23. Januar 2018 in allen guten Reisebüros oder direkt bei Hapag-Lloyd Cruises gebucht werden.



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  1. […] beiden Neubauten von Hapag-Lloyd Cruises, die Hanseatic Inspiration und Hanseatic Nature bieten Platz für je maximal 230, bzw. bei Antarktisreisen 199 Gäste. Die fast baugleichen Schiffe […]

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